Slaves To Gravity - Underwaterouterspace

Review

Womöglich ist es der sperrige Albumtitel, der einen hier in die falsche Richtung weist, jedenfalls ist man geneigt, SLAVES TO GRAVITY auf den ersten Blick spontan in die Prog-Rock-Schublade zu stecken. Dabei halten sich die Elemente aus der Frickel-Ecke hier in argen Grenzen. Vielmehr bieten die Engländer alternative Rockmusik, die man vermutlich als „Grunge“ bezeichnen würde, wenn dieses Mittneunziger-Phänomen den Sprung ins dritte Jahrtausend überlebt hätte. So darf man hier also wahlweise von Alternative- oder Indie-Rock reden, der zumindest für die einschlägigen amerikanischen College-Stationen eine ausreichende Portion Radiotauglichkeit mitbringt.

Gefällig klingen die Stücke auf „Underwaterouterspace“ also alle, während die frische und rotzige Einstellung der Musiker ein abdriften in Weichspüler-Sphären verhindert. Ein wirklicher Hit kristallisiert sich dabei aber irgendwie nicht heraus. Der Gesang ist gut und erinnert stellenweise an Lenny Kravitz, was eindeutig für die stimmliche Ausstrahlung von Frontmann Tommy Gleeson spricht. Und auch über das grundsolide Riffing kann man nicht klagen, das sich im Alternative-Standard-Bereich bewegt ohne dabei den Eindruck zu erwecken, dass man hier schon tausende Male gehörtes aufwärmt. Und trotzdem kommt die Band über das obere Mittelfeld nicht hinaus.

Im Grunde wird sein ordentliches Grundniveau dem Album zum Verhängnis. Es gibt keine Ausreißer-Songs, weder nach oben noch nach unten – und auch nicht nach links oder rechts. Denn nicht nur qualitativ, auch stilistisch ist diese Scheibe irgendwie viel zu homogen geraten, wodurch die Aufmerksamkeit des Zuhörers mit fortschreitender Spieldauer immer weiter erschlafft. Hier fehlt der gezielte Bruch, der die Mischung spannend machen würde, stattdessen plätschern die elf brauchbaren Songs (sowie der Europa-Bonus-Track „Negative Pose“) ohne große Nachwirkungen vor sich hin.

Nach einer guten Dreiviertelstunde lässt mich das Ende der Scheibe plötzlich aus meiner Grunge-Alternative-Indie-Rock-induzierten Trance hochschrecken und ich beginne mich zu fragen, was ich nun von dem gerade gehörten halten soll. Mangels irgendwelcher bleibenden Aha-Momente kratze ich mich jedoch nur ziemlich lange fragend am Kopf. Ich weiß es wirklich nicht.

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04.06.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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