Southern Rock Allstars - Danger Road

Review

Es gibt immer wieder Bands, bei denen der Name voll und ganz Programm ist. So macht es auch bei den SOUTHERN ROCK ALLSTARS den Anschein. Zum einen nimmt hier SOUTHERN ROCK die musikalische Stilbezeichnung vorweg und zum anderen macht ALLSTARS klar, dass auf „Danger Road“ nicht nur die vier „Stammmitglieder“ der Formation – Dave Hlubek, Jay Johnson, Charles „Fireball“ Hart und Jakson „Thunderfoot“ Spires – am Werk waren. Sage und schreibe 20 Gastmusiker hat man um sich geschart, von denen die bekanntesten wohl LYNYRD SKYNYRDs Mike Estes und MOLLY HATCHETs Jimmy Farrar sein dürften. So weiß auch sogleich der Opener der Platte, „Tough Situation“, durch die Bank weg zu gefallen. Dominiert von satten, erdigen Riffs, die direkt in die Beine gehen, ist dieses Stück, das vom Aufbau her auch aus der Feder von ZZ TOP stammen könnte, ein Paradebeispiel für gelungenen Südstaaten-Rock. Doch leider war dies auch schon der einzige wirkliche Lichtblick auf „Danger Road“, denn das nun folgende, hauptsächlich von Dave und Jay geschriebene Songmaterial zeichnet sich lediglich durch belanglose Trällermelodien zwischen Blues, Rock und ein wenig Country aus. Der negative Höhepunkt wird dann gegen Ende mit der schmalzigen Slide Guitar/Saxophon-Nummer „See You In Your Dreams“ und der völlig unnötigen Kitschballade „This Broken Heart“ erreicht. Einzig dem Country/Blues-Cocktail „Stump Jumpin'“, dem Western-mäßig angehauchten, Saloon-kompatiblen, mit Violinenspiel versehenen „The Hill“ und dem von solider Gitarrenarbeit und schönen zweistimmigen Soli bestimmten „Man On A Lonely Mountain“ kann man noch Überdurchschnittlichkeit attestieren. Erschwerend kommt auch hinzu, dass das Artwork absolut bescheiden und lieblos ausgefallen ist und dem Standard, den sich ein Allstar-Projekt selbst setzen sollte, genausowenig wie die Musik gerecht wird. Somit trifft auf die SOUTHERN ROCK ALLSTARS eher die Bezeichnung langweiliger, belangloser „Altherrenrock“ zu, was im Endeffekt bedeutet, dass meine anfängliche These, dass der Name Programm sei, widerlegt ist. Hier ist man bei den härteren Stücken eines BRUCE SPRINGSTEEN eindeutig besser aufgehoben.

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11.09.2002

Der metal.de Serviervorschlag

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