Stone River - The Valley Of The Butterflies

Review

Jenseits des Atlantiks haben sie sich ihren Namen schon erspielt, nun soll Europa dran glauben. Es geht um die Jungspunde STONE RIVER, die immerhin auch schon mehr als fünf Jahre zusammen musizieren, ihr Labeldebüt „The Valley Of The Butterflies“ aber erst jetzt auf den Alten Kontinent loslassen. Darauf musste man zwar nicht sehnsüchtig warten, aber für ein Debüt ist das Album erstaunlich ausgereift.

Angesagt ist herrlich nostalgischer Classic Rock mit ganz, ganz viel entspanntem Southernvibe und einem Hauch Blues. Die Kanadier legen viel Wert auf die Feststellung, dass bei ihnen alles handgemacht und bodenständig ist und so sind Instrumentierungen mit Hammondorgel und Wurlitzer natürlich obligatorisch. Die Kandier machen es dem Hörer einfach, sie sofort ins Herz zu schließen, denn ihre Mucke ist recht eingängig, bisweilen sogar fröhlich (wie im beschwingten, flotten, mit edlen Pianosounds unterlegten „Can’t Stop Loving Her“) und sie strahlt eine Gelassenheit aus, wie man sie gerade aus dem Southern-Rock-Bereich kennt und liebt. Das symptomatisch betitelte „Southern Feeling“ ist ein ebenso wohliger wie aufregender Song, der mit Gospelchören arbeitet und in einem herrlichen Southern-Rock-Gitarrensolo gipfelt. Die Hammondorgel wird bei „Cold Black River“ angeschmissen, einem Song, der von seinen schönen, melodiösen Vocallines lebt und mit einem feinen Chorus ausgestattet ist. Die Gitarren stehen bei STONE RIVER ungewohnt oft im Vordergrund, aber weniger im Sinne der Produktion, sondern eher aus spielerischer Sicht. Das wehmütige, fast schon elegische Solo in meinem Fave „Inside These Walls“ ist nur ein Ausschnitt dessen, was die Jungs so alles auf ihrer Einstands-LP zelebrieren, während man die kleinen, aber fein gestrickten Details erst beim näheren Hinhören entdeckt. Auch die Balladen können sich sehen und hören lassen: „On These Turning Tides“ ist ein einfach gestalteter Akustiktrack, der über seine magische Atmosphäre den Hörer in seiner Seele berührt, während der LED ZEPPELIN-artige Titeltrack durch die Verwendung einer Sitar einen psychedelischen Anstrich erhält und sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem der Highlights der CD entwickelt.

„The Valley Of The Butterflies“ ist größtenteils eine großartige Hommage auf Classic-Rock-Legenden wie THE BLACK CROWES, MOLLY HATCHET und natürlich die unverwüstlichen LYNYRD SKYNYRD. STONE RIVER sollten künftig dennoch darauf achten, etwas mehr an Eigenständigkeit zu gewinnen, zumal der Gesang von Renan Yildizdogan nicht so ganz mit der Leidenschaft der anderen mithalten kann. Dass der eine oder andere Track nicht ganz so zündet wie der Rest fällt dagegen weniger ins Gewicht, denn ansonsten ist das Album sehr kompakt und ein bemerkenswert ausgereiftes Werk einer hoffnungsvollen Newcomerband.

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15.12.2009

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