Stoneman - Steine

Review

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Nach zwei Jahren Schaffenspause melden sich STONEMAN mit ihrem fünften Album „Steine“ zurück. Wer allerdings denkt, dass das neue Material der Schweizer Goth-NDH-Alternative-Düster-Pop-Rock-Band genauso kreativ wie die musikalische Einordnung der Band ist, wird vermutlich enttäuscht sein.

„Steine“: Ein musikalisches Mosaik geprägt von Vielfalt und Identitätslosigkeit

Wie schon beim Vorgänger „Goldmarie“ setzen STONEMAN auf tanzbaren Gothic Rock der Marke DEATHSTARS oder THE 69 EYES. Bei härteren Tracks, wie „Wenn Der Teufel“, „Eiskalt“ oder „Kofferlied“ fühlt sich der Hörer direkt an alte RAMMSTEIN– und EISBRECHER-Zeiten erinnert, während der ruhige Titeltrack „Steine“ von UNHEILIG hätte stammen können. Düsterer und eher im Stile von ASP oder BLUTENGEL gehen die Rocker um Mikki Chixx bei „Gott Weint“ und „Dein Geheimnis“ vor. Das hört sich zunächst nach großer Vielfalt und Kreativität an, sorgt letztlich aber eher für Verwirrung und Identitätslosigkeit. Wollen STONEMAN tiefgründige Dunkelrocker sein, spaßige Pop-Rock-Nummern von der Leine lassen, oder die Boxen mit beinharten Riffs zum Dröhnen bringen?

Völlig egal wie man diese Frage für sich beantwortet, steht fest, dass „Wenn Der Teufel“ und „An Der Leine“ zwei gelungene Partykracher sind. Ersterer wurde schon vor einigen Jahren geschrieben, als STONEMAN noch englische Texte hatten und nun für das neue Album reanimiert. „An Der Leine“ besticht ebenfalls durch einen eingängigen Mitgröl-Refrain, welcher unter anderem den besonderen Humor der Schweizer deutlich werden lässt. Ruhigere Stücke wie „Gott Weint“ oder „Steine“ strahlen hingegen eine Belanglosigkeit der Extraklasse aus. Da hilft auch nicht der selbst aufgenommene Kinderchor weiter. Zu monoton ist die Songstruktur, keine spannenden Wendungen, keine ergreifenden Refrains und nichts, was den Hörer dazu bewegt, auf die Repeat-Taste zu drücken. Nur der wandlungsfähige Gesang von Sänger Mikki Chixx sorgt für eine angenehme Abwechslung – von den peinlichen Backing-Vocals abgesehen … da weint nicht nur Gott!

„Wir schreiben Geschichte“: STONEMAN stellen eine gewagte These auf

Wer sich an supercoolen, von Kinderliedern beeinflussten Lyrics und stellenweise ausgelutschten Riffings nicht stört, wird mit „Steine“ zumindest die nächste Goth-NDH-Alternative-Düster-Pop-Rock-Party musikalisch bestens untermalen können. Ob STONEMAN damit allerdings Geschichte schreiben werden, bleibt fraglich.

16.09.2016

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2 Kommentare zu Stoneman - Steine

  1. lina sagt:

    ich kenne leider nur die albumvorschau aber wenn das so weitergeht für ich ne 10/10, sorry 😉

    9/10
    1. Christian Nocke sagt:

      Naja, man konnte leider nix anders von den Album erwarten, weil es weiterhin Steve van Velvet schreibt und die Musik macht, auf den letzten Album war wenigstens nach geniale Gitarrengriffe von Jadro aber der hat die Band schon lange verlassen.Man will wohl neue Fans anlocken,Unheilig hat ja bekanntlich auf gehört!!! Viel Glück!!!

      1/10