
STUD sind eine finnische 80er Hard-Rock-Band, die als Zeichen besonderer Street-Credibility vorweisen können, in den 80ern wirklich schon gespielt zu haben. Leider veröffentlichen sie mit „Out Of Darkness“ aber ein Album, zu dem man vor 30 Jahren vielleicht noch zögern gemosht hätte, das sich heute aber merkbar veraltet anfühlt. Obwohl ihr erstes Lebenszeichen seit 20 Jahren angenehm rifflastig ist, springt der Funke nicht über. Nicht selten hat man das Gefühl, ein überdurchschnittliches Underground-Debüt zu hören.
Wozu auch die recht rohe Produktion beiträgt. So ist die Gitarre mittenlastig aufgenommen und recht stark in den Vordergrund gemischt, während sich der Gesang von Ari Toivanen mit mal angenehmen und mal kreischenden Höhen darüber legt. Das wirkt authentisch, auch wenn mir ein wenig mehr Transparenz lieber gewesen wäre.
Die Songauswahl beginnt mit dem Titeltrack angenehm und zeigt insbesondere im letzten Drittel mit „Secrets Of Love“ und dem AC/DC-artigen „Feel Good“ nochmal Qualitäten. Das Problem ist aber, das nur wenige Melodien hervorstechen und sich das Formula rasch wiederholt. Erschwerend kommt hinzu, dass bei den meisten Songs nach spätestens der Hälfte alles gesagt ist. Ein wenig mehr Twists und Überraschungen, wie beim fantastischen Rausschmeißer „Reach Out“ hätten „Out Of Darkness“ merklich gut getan. So bleibt zu wenig Qualität übrig, um bei STUD von einem geglückten Comeback sprechen zu können.

































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