Taletellers - Detonator

Review

Gute Zeiten für junge Bands wünscht sich auch der südwestdeutsche Vierer der TALETELLERS. Und obwohl das Bandlogo eher wie der missglückte Entwurf des „Raumpatrouille Orion“-Schriftzuges ist, wirken die bloßen Fakten durchaus ganz imposant: Diverse Achtungserfolge in Internet-Musik-Charts, eine Produktion aus dem Su2 Studio in Illingen und ein Cover von keinem anderen als Mark Wilkinson (JUDAS PRIEST, MEGADETH, LED ZEPPELIN, usw.).

Dennoch tut sich die reinbolzende Mischung aus 80er Heavy Metal, Thrash und Rock’n’Roll ganz schön schwer. Zwar muss man der Band die nötige technische Finesse jederzeit zusprechen, aber gerade in der ersten Hälfte von „Detonator“ bleibt sie deutlich blasser, als sie hätte sein können. Das Problem liegt nicht im mangelnden Musikverständnis, sondern darin, dass die Riffs nicht wirklich zu Ende gedacht wurden. So simple Powerchordstrukturen machen zwar bei voller Lautstärke ne Menge her, sind aber in Zeiten immer komplexerer Thrashplatten ziemlich überholt und wenig innovativ.
Dass es mit „Detonator“ dann aber doch noch bergauf geht, ist vor allem der zweiten Hälfte zu verdanken. Kann der Siebenminüter „Vendetta (Riding The Devil)“ erstmals die Aufmerksamkeit voll auf sich ziehen, findet die Platte dann mit der inoffiziellen Bandhymne „Bad Motherfucker“ dann ihren absoluten Höhepunkt. Das ist definitiv mal eine richtig geile Mischung aus Thrashmetal und Rock’n’Roll wie sie kaum besser sein kann! Glücklicherweise können aber auch die folgenden drei Songs noch bis zum Ende voll überzeugen und schließen das Album damit ziemlich versöhnlich ab.

Im Endeffekt ist „Detonator“ also als junges Thrash-Debüt eine doch noch recht hörenswerte Angelegenheit geworden, die mehr oder weniger nur am Feinschliff krankt. Mit ein bisschen mehr Ausarbeitung in den Riffs ist da in Zukunft noch jede Menge drin, den Südwesten der Republik ziemlich aufzumischen. Das Bandlogo könnte bis dahin aber echt mal anders aussehen.

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22.09.2008

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