Teemu & The Deathblows - Keep It In The Dark

Review

Zugegeben, das Wort death kommt im Bandnamen TEEMU & THE DEATHBLOWS vor, das wäre dann aber auch schon das Brutalste an dieser Platte. Denn “Keep It In The Dark“ bietet eigentlich Musik für einen verträumten Roadtrip im Sommer. Mit dieser ansteckenden guten Laune, dieser Leichtigkeit die man verspürt, wenn man auf dem Maisfeld seiner Angebeteten das Haar aus dem Gesicht streicht. Seid ihr noch dabei? Gut, denn diese Platte hat definitiv ein paar Schmankerl zu bieten.

Summe seiner Teile

Da „Keep It In The Dark“ nicht mehr als die Summe seiner Teile ist, macht es mehr Sinn, sich die einzelnen Songs anzusehen. Highlights hat das Album allemal. Zunächst wäre da ‚Girl‘ zu nennen. Mit treibendem Beat werden die schwelgerischen Melodien und die schmachtende Stimme voran getrieben, woraus ein eingängiger, tanzbarer Hit entsteht, der entsprechende Feelgood-Stimmung verbreitet. Bei ‚Blue Moon‘ zeigt sich der Einfluss von Pete Townshend auf den Gitarristen, was das Stück somit zu einem schmissigen Rückverweis auf THE WHO macht. ‚Hooked‘ ist eine Einleitung zum Grande Finale, wenn der flotte Rausschmeißer ‚Romeo‘ nochmal ordentlich Bewegung in die Füße bringt.

Kein Allheilmittel

Das Album ist über die volle Distanz aber doch etwas fad. Da TEEMU & THE DEATHBLOWS hauptsächlich auf die genannten Zutaten vertrauen, tönt die andere Hälfte oftmals wie eine B-Version der hervorgehobenen Stücke. So wirkt etwa ‚I Want You‘ wie eine Ligte-Version des vorhergehenden Songs ‚Girl‘. Zudem fallen die Experimente auch nicht besonders aufregend aus: Der Titeltrack ist eine ziemlich langweilige Angelegenheit, der seine Wirkung als Opener total verfehlt. ‚Monkeys‘ hat einen schwachen Höhepunkt. Zudem ist die Poppigkeit des Albums manchmal doch zu aufdringlich, wenn etwa bei ‚In The Sun‘ die Melodie mitgesungen wird oder man mit ‚Heat Of The Moment‘ in die Seichtigkeit abrutscht.

Unter dem Strich haben TEEMU & THE DEATHBLOWS mit „Keep It In The Dark“ ein ziemlich passables Album abgeliefert, das einige Hits enthält, die umgehend für gute Laune sorgen, jedoch allerdings auch eher verzichtbare Imitationen derer. Es ist zwar nett, aber wirklich brauchen tut man es dann doch nicht.

21.01.2018

Normal kann ja jeder!

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