The Burning - Rewakening

Review

Vieles im Deathcore klingt gleich – immer wieder hört man in diesem Genre altbekannte Zutaten, nur dass sie von hunderten anderen Bands schon besser zusammengemixt wurden, immer wieder flattern bei mir Deathcore- und Metalcore-Promos auf den Tisch, bei denen ich mich fast schon frage, ob da nicht vielleicht dieselbe Band unter anderem Namen agiert, wie die, die ich schon im letzten Monat rezensiert habe.

Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen – eine davon hört auf den Namen THE BURNING, kommt aus Dänemark und veröffentlicht Ende Februar nach „Storm The Walls“ (2007) ihr zweites Album „Rewakening“. Hand auf’s Herz: THE BURNING definieren den Deathcore nicht neu. Sie spielen auch keine völlig abgefahrenen und mega-innovativen Songs. Nein, sie zocken schlichten Deathcore mit einer guten Portion (Neo-)Thrash und machen damit nichts großartig anders, als viele ihrer Kollegen – mit dem Unterschied, dass THE BURNING über eine eigene Identität verfügen. Und teilweise Arsch treten wie Sau!

Irgendwo da angesiedelt, wo sich die Sounds von Bands wie THE BURNINGs Landsmännern ILLDISPOSED, diversen Oldschool-Thrash- und -Death-Metal-Kapellen und modernen, typischen Deathcore-Vertretern treffen, ist „Rewakening“ ein fieser Bastard aus schnellen Death-/Thrash-Riffs, ultrabrutalen Breakdowns und fetten Groove-Parts. Des weiteren finden sich über das Album verstreut immer wieder melodische Hooklines, die jedoch kein Muss im Sound von THE BURNING darstellen und dadurch nicht so lästig wirken, wie die mancher ihrer Genrekollegen.
Viel gibt es an „Rewakening“ nicht herumzumeckern. Die Band trumpft durch cleveres Songwriting auf, welches über die gesamte Albumlänge Komplexität und Eingängigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander hält. Dadurch bleiben die Songs immer nachvollziehbar, ohne flach zu wirken. Auch setzt man auf eine ausgeprägte Dynamik was das Tempo angeht, immer wieder springen THE BURNING zwischen schleppenden Groove-Parts und schnellem Geprügel hin und her. Unterstützt wird diese extrem unterhaltende Mixtur aus Deathcore und Thrash Metal von einem fetten Sound, der klar und wuchtig, dabei aber auch immer organisch klingt. Einziges Manko sind die Screams und Growls von Sänger Johnny Haven, welche teilweise ein bisschen dünn ausfallen.

Das soll einer guten Punktewertung jedoch nicht im Wege stehen – „Rewakening“ erfindet das Genre des Deathcore ganz bestimmt nicht neu, setzt aber trotzdem auf eine eigene Note und verfügt damit über das, was vielen anderen Bands dieser Stilrichtung fehlt: Wiedererkennungswert. Und abgesehen davon ist „Rewakening“ einfach ein sehr intensives Album geworden, das von Anfang bis Ende Spaß macht.

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22.02.2009

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