The Gathering - Mandylion

Review

Vor eineinhalb Monaten kam eine Freundin auf mich zu und sagte, ich solle unbedingt was von THE GATHERING auf der Party 0 spielen. „Hmm“ sagte ich mir, trippelte los und hörte mir die Jewels an. Hat mir recht gut gefallen. Dann griff ich zur zweiten Scheibe, welche ich etwas weniger einfallsreich und abwechslungsreich einstufte. Dann griff ich zur „Mandylion“ und mein erster erschrockener Blick auf das Cover bestätigte es tatsächlich: Es ist die aktuelle Scheibe von THE GATHERING. Was war passiert? Die Songs sind voller Synthesizer-Einlagen, extrem langsam, melodiös und getreu dem Motto „neues Album – neuer Sänger“ wurde wieder einmal die Frontperson ersetzt, diesmal durch ein weibliches Wesen namens Anneke van Giersbergen. „Hmm“ sagte ich wieder einmal zu mir, stopfte alles wieder in den Ständer und verfluchte die Frau, weil mir ihr Gesang nach drei Songs völlig auf die Nerven gegangen ist.

Doch dann kam das Out of the Dark Festival mit THE GATHERING und sie schafften es, mich völlig zu begeistern. Ich bin also los und hab mir die CD gekauft und wo ich das hier schreibe läuft sie gerade wieder im Hintergrund. Ich weiß nicht wie, aber THE GATHERING haben die Atmosphäre, die sie auf Konzerten erzeugen können, auf die CD gepresst gekriegt. Lest euch also am besten die Konzertkritik durch und kauft dann das Album, was wirklich wie ein Live-Mitschnitt klingt. In was für eine Sparte Metal man sie stecken soll, kann ich nicht beurteilen. Doom ist es nicht, obwohl es Anleihen hat. Aufgrund der hellen Stimme Annekes kommt aber keine düstere Stimmung auf, man segelt eher verträumt durch die Gegend. Auch die Texte sind untypisch.

Nahezu alle Songs beschäftigen sich mit den menschlichen Gefühlen wie Liebe, Sehnsucht („Leaves“, „In Motion“), Enttäuschung („Eleanor“) und Wünschen („Strange Machines“ (hier geht es um Zeitreisen!)).Verglichen mit alten Alben erkennt man THE GATHERING wirklich nicht wieder. Es scheint sich um eine völlig neue Band zu handeln. Wer also melodische, atmosphärische und verträumte Songs mit Frauenstimme mag, sollte hier zugreifen. Wer nicht, sollte sich einen Joint bauen und danach mal reinhören :).

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24.01.1997

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4 Kommentare zu The Gathering - Mandylion

  1. Necroking sagt:

    Ich finde diese platte einfach wundervoll, auch wenn ich sie nicht unter Metal einstufe. Dieses Album steckt wirklich so voller Emotionen und Bilder, dass man endlos darüber philosophieren könnte. Eignet sich zum Träumen, Trauern, Poppen und Nachdenken. Ich hab´s alles selbst getestet. Wieviele Platten sind schon so vielseitig?

    9/10
  2. Georg sagt:

    Sehe ich genauso. Eine großartige Scheibe!

    9/10
  3. Thomas sagt:

    Für mich ist dieses eine der CDs, die den Test der Zeit mit Bravour bestanden hat. So einfach kann man es sagen. Ob The Gathering nun Metal sind, Pop, Rock oder was auch immer .. meiner Meinung nach sind sie mit dieser Scheibe all das und noch viel mehr.
    Ich auf jeden Fall, da bin ich mir mehr als sicher, werde mir diese CD auch dann noch anhören, wenn ich das Altersheim unsicher mache und die dortigen Wärter auf die Probe stellen will.
    Was ich fühle, wenn ich mir dieses Album anhöre? Kurz gesagt; ich fühle mich gut, fühle mich einfach nur wohl und höre sie mir gern zwei oder drei mal am Stück an ..
    Von mir aus gesehen: wer dieses Album nicht kennt, sollte es sich einfach mal anhören … es könnte sogar gefallen ..

    10/10
  4. Hans-Hubert sagt:

    Früher hab ich das Ding auf und ab gehört, abgöttisch geliebt, heute schlafen mir davon die Füße ein.