The Haunted - Caught On Tape

Review

Galerie mit 19 Bildern: The Haunted - Graveland Festival 2017

Im Audioformat ist die Aufnahme von THE HAUNTEDs Auftritt im Asaka Blitz Club in Tokyo vom 16.11.2000 schon seit letztem Jahr in Form der CD „Live Rounds In Tokyo“ erhältlich. Kürzlich legte deren Label Earache nun mit der DVD „Caught On Tape“ die visuelle Variante nach, die noch zusätzlich mit einem zweiten Konzert, das die Jungs vier Monate später in Malmö gegeben haben, und dem Special „The Making Of ‚One Kill Wonder'“ angereichert ist. Fangen wir von vorne an: Der Tokyo-Gig unterscheidet sich in punkto Soundqualität keinen Deut von der CD-Version und weiß somit in seiner Naturbelassenheit zu überzeugen. Vom Intro „Dark Intentions“ bis zum abschließenden „Hate Song“ wird das volle Brett geboten. Die Bühne ist um Längen größer als die, auf denen die Schweden auf unserem Kontinent (von Festivals mal abgesehen) zu Hause sein dürften. Dementsprechend großspuriger angelegt ist auch die Lightshow ausgefallen. Nur die Band machte an diesem Abend nicht den agilsten Eindruck, weswegen on stage nicht unbedingt größter Bewegungsalarm herrschte. Dies tut natürlich der Klasse der Songs keinen Abbruch, aber vom Wacken-Gig 2001 hatte ich eine aggressivere Performance in Erinnerung. Doch genug der Kritik, denn die unglaublich fett runtergezockte Version des AT THE GATES-Klassikers „Blinded By Fear“, die auf der CD übrigens nicht vorhanden ist, tröstet über diese Mängel eindeutig hinweg. Der Auftritt in ihrem Heimatland gefällt mir da schon wesentlich besser. Zwar ist der Sound nicht ganz so gut, doch setzt das Quintett bei fast identischer Setlist wesentlich mehr Energie frei. Außerdem fällt an dieser Stelle noch auf, dass Europäer einfach besser bangen können als japanische Audienzen. Und mal ganz nebenbei, Jensen ist einer der coolsten, lässigsten Gitarristen, die auf unserem Planeten ihr Unwesen treiben. Im Making Of ihres neuen Studioalbums „One Kill Wonder“ gewähren uns THE HAUNTED dann noch lohnenswerte Einblicke in das Studio Fredman. Interessante Interviews mit der Band und Produzent Fredrik Nordström bringen uns den Alltag einer Plattenaufnahme recht nahe. Allein das auf der DVD angekündigte „Fans fragen, die Band antwortet“-Spiel kommt etwas zu kurz. Als kleines Bonbon für Leute, die den neuen Thrash-Hammer der fünf Jungs bisher nicht ihr eigen nennen, sind noch exklusiv zwei Songs von „One Kill Wonder“ auf „Caught On Tape“ enthalten. „Shithead“ hat einen eigenen Menüpunkt abbekommen, während „Everlasting“ in das Making Of eingebaut ist, als Sänger Marco das Studio verlässt. Fazit: 7 Punkte für eine coole DVD, die trotz der erwähnten Kritikpunkte THE HAUNTEDs Ruf als Liveband untermauert und mit den beiden „Blinded By Fear“-Versionen den Geist von AT THE GATES kurrzeitig auf der Bühne wieder lebendig werden lässt.

23.02.2003

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Caught On Tape' von The Haunted mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Caught On Tape" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32486 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare