The Offenders - Generation Nowhere

Review

THE OFFENDERS werfen mit „Generation Nowhere“ mal wieder folgende Frage bei mir auf: Warum feiert jeder Rotz ein Comeback, nur der gute alte Ska nicht? Die Berliner (mit italienischen Wurzeln) zaubern auf Knopfdruck eine wahre Glückseligkeit in heimische Wohnzimmer. Irgendwo zwischen hüpfenden Ska-Beats, einfachen aber anrührenden (!) Texten, stetig vorantreibendem Bass und melodiösen, warmen Gitarren, kann sich der Hörer einfach fallenlassen.

In die Nerv-Falle tappen THE OFFENDERS keine Sekunde, trotz flotter Geschwindigkeit und ruckartiger Orgel-Unterstützung, ist „Generation Nowhere“ niemals anstrengend. Lediglich einen leicht durchschaubaren Aufbau der Songs, kann man der Band vorwerfen. Die Botschaften der Songs kommen authentisch bei mir an und Stücke wie „We’ll Always Be With You“ oder „Stay True“ scheinen keine Floskeln zu sein, sondern der ernsthafte Versuch die Truppe zusammenzuhalten und für die Rückkehr der Menschlichkeit und Loyalität zu stehen. Jedes Lied auf der Platte hat seinen eigenen Charme, manches tendiert mehr gen Rock’n’Roll und manches mehr Richtung Street-Punk. Die Gangshouts klingen derart intuitiv, dass man sich vorstellen kann, sie wären spontan während der Aufnahmen improvisiert. Während die Songs in der Anlage hin und herhüpfen, bin ich manches mal überrascht von der hohe Qualität der Gitarrensoli. Kein VAN HALEN, aber in der Schlichtheit liegt die Schönheit und nicht selten setzen sie den Lieder das Krönchen auf („Don’t Ever Say Again“).

Gesanglich sind THE OFFENDERS sowieso erste Sahne, der Sänger hat eine herbe Note und trägt sein Herz auf der Zunge. Seltsamerweise herrscht von Beginn an eine gewisse Distanzlosigkeit, was sicherlich nicht zuletzt am etwas rohen und intimen Aufnahmesound liegt und „Generation Nowhere“ sehr gut tut. Die Aufnahme ist eben genauso wenig glattgebügelt, wie THE OFFENDERS selbst. „Rude Fans“ oder „Heil Angela“ zeigen deutlich, welches Lebensgefühl die Band verinnerlicht hat und Fans von MADNESS, THE SPECIALS oder auch REDSKINS werden hier ihre helle Freude haben. Nicht nur dieser Song, sondern auch zahlreiche andere Momente auf der Platte vermitteln ansprechend die Leidenschaft für die Ideale dieser Szene. Purer Zucker!

Tolle Songs mit Seele, massige packende Hooks und kein einziger Hänger! „Generation Nowhere“ ist eine unterhaltsame Platte, die trotz leichter Zugänglichkeit nicht platt ist und schlicht und ergreifend auf gutem Niveau unterhält. Wenn Ska dann hoffentlich bald sein Comeback feiert, dann bitte genauso so und ich bin auf jeden Fall dabeii. Ein gutes Gefühl zu wissen, dass es solche Bands gibt!

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08.01.2014

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