The Opium Cartel - Valor

Review

„Valor“ ist das neue Album von THE OPIUM CARTEL, der Artrock/Prog/Pop-Spielweise des norwegischen Musikers Jacob Holm-Lupo. Nachdem ja das 2014er-Vorgängeralbum „Ardor“ auf diesen Seiten bereits als „verträumt“, „sanft“ und „lieblich“ charakterisiert wurde, geht „Valor“ noch ein Stückchen weiter, und das ganz bewusst; das Album handele von naiven, aber mutigen Träumen, heißt es da im Pressetext. „Dies sind Lieder über die Hybris und den Optimismus von Kindheit und Jugend.“

„Valor“ handelt von naiven, aber mutigen Träumen

Kein Wunder also, dass der Beginn des Albums mit den Songs „In The Streets“ und „Slow Run“ ganz naiv und affirmativ poppig und der Gesang von Silje Huleboer ziemlich unschuldig daherkommt. Das dürfte manchem Zeitgenossen zu zuckersüß sein, wird aber durch das Konzept erklärt. Das folgende „A Question Of Re-Entry“ wiederum zeigt eine andere Facette von THE OPIUM CARTEL: Jacob Holm-Lupo ist ja ein Tasteninstrument-Aficionado, und das fast instrumentale Stück ist schon eine ganze Ecke proggiger. Zudem wird es von einem wirklich gekonnten Gitarrensolo getoppt; hier spielt Bjørn Riis auf, der ja ansonsten bei AIRBAG glänzt.

Die folgenden Stücke „Nightwings“, „Faiground Sunday“, „Under Thunder“ und „The Curfew Bell“ stellt wieder die unschuldigere Seite in den Vordergrund – durchaus mit unterschiedlichem Instrumentarium, vor allem aber mit originalen 80er-Tasteninstrumenten, wie dem Oberheim Matrix-6 und dem Yamaha DX7. Wie bereits zu Anfang nimmt „Valor“ hier noch einmal mit dem längeren Stück „A Maelstrom Of Stars“ eine proggige Wendung; auch hier ist Bjørn Riis wieder mit von der Partie, und das ist gut so.

THE OPIUM CARTEL verzichtet auf Ecken und Kanten

Positiv ausgedrück ist „Valor“ also eine gewisse Vielseitigkeit nicht abzusprechen. Das Album wechselt zwischen poppiger Leichtigkeit und gekonnter Proggigkeit; es wechselt zwischen naiver Unbedarftheit und erwachsener Reflexion (wobei ersterer Teil aber überwiegt). Die Umsetzung ist zudem gekonnt – ob stimmlich oder instrumental. Nur darf die Frage erlaubt sein, ob dem Album nicht doch ein paar Ecken und Kanten gutgetan hätten. Oder, um im Konzept zu bleiben: Ob man nicht durchgehend den Kontext mitliefert. Denn so muss sich die Musik an der mitschwingenden Naivität, an der ungefilterten Verträumtheit messen lassen. Mir ist das ein ganzes Stück weit zu lieblich.

Hier noch ein Video zum CD-Bonustrack, dem RATT-Cover „What’s It Gonna Be?“:

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05.08.2020

- Dreaming in Red -

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