The Rotted - Ad Nauseam

Review

Richtig fleißig sind sie, die Briten von THE ROTTED. Nach dem im Jahre 2008 erschienenen Debutalbum “Get Dead Or Die Trying“ und der letztjährigen EP “Anarchogram“ legen die Jungs, die ehemals unter dem Namen GOREROTTED aktiv waren, nun nach. “Ad Nauseam“ lautet der Titel der aktuellen Scheibe, die sich stilistisch an das vorangegangene Schaffen anlehnt und den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortführt.

Nach wie vor zelebrieren die Londoner feinsten Grind mit Death Metal-Schlagseite samt Punk-Attitüde ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Kompromisse einzugehen. Die Songs auf “Ad Nauseam“ sind größtenteils schnell und brachial und wollen entsprechend laut gehört werden, so wie sich das für derartige Musik eben gehört. Dem Nachbarn wird das unter Umständen nicht so sehr gefallen, insbesondere weil THE ROTTED bei flüchtiger Betrachtung wie stupides Geballer rüberkommen können. Beschäftigt man sich aber einmal etwas näher mit der Musik, stellt man schnell fest, dass durchaus mehr dahinter steckt.

Heftig ist die Chose natürlich schon, schließlich bilden schnelles, thrashiges Drumming und rotzige Gitarren das Grundgerüst. Trotzdem ist der Großteil der Tracks erstaunlich melodisch und abwechslungsreich. Schlagzeuger Nate Gould hat zwar offensichtlich eine Vorliebe für Blastbeats, die er in nahezu allen Songs einsetzt, aber er versteht es auch, ab und zu gemäßigteres Rhythmusspiel einzusetzen und somit Raum für das über weite Strecken sehr punkige und melodiöse Gitarrenriffing zu schaffen. Das macht die Sache sehr abwechslungsreich und kurzweilig, auch der zwischen tiefem Gegrunze und hohem Gekreische wechselnde Gesang passt hervorragend dazu.

Was mich ganz besonders auf “Ad Nauseam“ beeindruckt, ist die scheinbar grenzenlose Energie, die die Jungs in ihre Musik packen. Keine der elf Nummern wirkt fad oder abgedroschen. Im Gegenteil, THE ROTTED sind von der ersten bis zur letzten Minute frisch, zielstrebig, und kraftvoll. Erstaunlicherweise schaffen sie es sogar Black Metal-Einflüsse zu integrieren, die sich vor allem in den langsameren Stücken gut machen. So erinnern zum Beispiel das simple “Non Serviam“ oder das abschließende “Put Me Out Of Misery“ unweigerlich an DARKTHRONE.

Ich kann die Scheibe jedem ans Herz legen, der etwas mit punkigem Deathgrind was anfanzufangen weiß und auch gelegentlichen schwarzmetallischen Anleihen nicht abgeneigt ist.

02.11.2011

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