Theocracy - Mirror Of Souls

Review

Laut der Promo-Info hat Matt Smith, Gründer und Bandleader von THEOCRACY, das 2003er Debut „Theocracy“ im Alleingang eingespielt. Für das Zweitwerk „Mirror Of Souls“ hat er sich schließlich Verstärkung in Form des Gitarristen Jonathan Hinds und des Drummers Shawn Benson an Bord geholt.

Bei THEOCRACY handelt es sich um eine amerikanische Band. Das möchte man kaum glauben, wenn man die Musik hört. Diese klingt nämlich sehr nach typisch europäischem (Melodic) Power Metal skandinavischer und deutscher Prägung. SONATA ARCTICA oder EDGUY fallen mir da als Vergleiche ein. Letztere vor allen Dingen, weil Matt Smith doch auch sehr nach Tobi Sammet klingt.

„Mirror Of Souls“ startet ziemlich stark. Mit „A Tower Of Ashes“ und „On Eagles´ Wings“ kommen gleich zwei gut ausgearbeitete Power-Metal-Songs mit gelungenen Hooklines, eingängigen Melodien und catchy Mitsing-Refrains. „Laying The Demon To Rest“, der erste Longtrack, beginnt im Stile einer Halbballade. Er hat aber ein gleichermaßen episches wie progressives Konstrukt, mit häufigen Wechseln in Punkto Dynamik und Intensität. Er ist abwechslungsreich und überzeugt auch durch starke Instrumentierung.
Danach gib es leider einen kompositorischen Einbruch. Das teilakustische „Bethlehem“ ist zu schnulzig und verbreitet durch die choräle eine verfrühte Weihnachtsstimmung. Möglicherweise soll es das bewirken, aber es kommt bei mir nicht gut an. Mit dem 08/15-Power-Metaler „Absolution Day“ und der mittelmäßigen Melodic-Metal-Nummer „The Writing In The Sand“ ist dann die Talsohle der Ideenlosigkeit erreicht. „Martyr“ hat bereits wieder eine gelungenere Hookline und ist abwechslungsreicher arrangiert.
Das Beste kommt aber zum Schluss: Der Ultra-long-Track „Mirror Of Souls“ (22:26 Minuten) ist fast eine Mini-Album für sich. Der Song beinhaltet viele unterschiedliche Phasen, die noch einmal alle Variationen von THEOCRACYs Sound auffassen: epische Abschnitte mit mehrstimmigen Chorälen, opulente Symphonic-Passagen, lange, virtuose Instrumental-Intermezzi, druckvolle Power-Metal-Arrangements und jede Menge eingängiger Melodien. Doch trotz der Spieldauer geht der rote Faden des Stückes nicht verloren, was es kompositorisch auszeichnet.

Da die drei Amis auch handwerklich einwandfreie Arbeit abliefern, zücke ich trotz der vorübergehenden Schwächephase des Albums sieben Pünktchen. Denn dass sie starke Songs komponieren können, beweisen sie auf „Mirror Of Souls“ zweifellos. Beim nächsten Werk sollten solche Ausrutscher aber besser vermieden werden, wenn man sich in dem Genre etablieren will.

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06.12.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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