Throneum - Death Throne Entities

Review

Galerie mit 8 Bildern: Throneum - Under The Black Sun 2018

Es ist schon bewundernswert, mit welchem Durchhaltevermögen manche Bands gesegnet sind. Jahrelang veröffentlicht man Platten, macht sich aber anscheinend als Musiker nie wirklich Gedanken, ob man sich mit solcher Musik vielleicht doch nicht noch weiter im Proberaum hätte verstecken sollen. Genau diesen Eindruck vermittelt mir das aktuelle Werk von THRONEUM, “Death Throne Entities“, welches nach 15 Jahren Bandgeschichte ihr inzwischen sechstes Full-Length-Album darstellt.

Laut Promobeilage handelt es sich bei der vorliegenden Musik um Death Metal der alten Schule, welcher rau, intensiv und boshaft aus den Boxen kracht und für wahre Alpträume sorgt. Und im Grunde hat der Verfasser dieser Zeilen auch völlig recht, denn für Alpträume sorgen die Polen auf alle Fälle, nur eben nicht im positiven Sinne. Die Produktion würde ich nicht mehr als rau, sondern schlicht und ergreifend miserabel und auf unterstem Demo-Niveau herumkrebsend bezeichnen. Selbst jede kleine Garagenband bekommt heutzutage eine bessere Produktion auf die Beine gestellt und kann somit um Welten professioneller klingen als “Death Throne Entities“. Aber man könnte ja noch über die produktionstechnischen Probleme hinwegschauen, wenn es wenigstens spielerisch passen würde. Aber auch das ist hier schlichtweg nicht gegeben. Die Riffs und Rhythmiken klingen lustlos und uninspiriert und sorgen daher nur für ein müdes Gähnen. Der eindimensionale Gesang setzt dem eigentlich nur noch die Krone auf und wirkt im Kontext mit dem restlichen Soundbrei ziemlich gut platziert, verschmilzt er doch hervorragend mit dem langweiligen Songwriting. THRONEUM schaffen es in den 34 Minuten Spielzeit nicht einmal einen einzigen ansatzweise guten und griffigen Song abzuliefern. Viel mehr läuft alles nur so am Hörer vorbei und wirkt wie ein störendes Nebengeräusch. Letztendlich kostet es eine Menge Geduld, sich “Death Throne Entities“ mit all seinen nicht vorhandenen Facetten bis zum Ende anzutun und wenn man diese Tortur dann irgendwann mal hinter sich hat, wird diese Platte sicherlich nicht wieder den Weg in den Player finden.

THRONEUM haben mit “Death Throne Entities“ bei mir wahrlich für Alpträume gesorgt. Allerdings gab es immer den Lichtblick, dass nach 34 Minuten der Spuk auch schon wieder vorbei ist. Schlechtes Songwriting, eine durchschnittliche spielerische Leistung und eine miserable Produktion. Also mal ehrlich, sowas braucht die Welt ganz sicher nicht!

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30.10.2011

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