Thy Majestie - Dawn

Review

THY MAJESTIE sind ein Vertreter des sehr bombastischen Power Metal und kommen – wer hätte das gedacht – aus Italien. „Dawn“ ist der inzwischen vierte Longplayer des Sextetts aus Palermo.

Mit diesem Werk brauchen sich THY MAJESTIE aber keineswegs hinter ihren bekannten Landsmännern RHAPSODY (OF FIRE) verstecken. Im Gegenteil: Die Sizilianer verzichten auf übertriebenen Drachen-und-Heroen-Fantasy-Kitsch, sondern agieren tiefgründiger und mit konzeptionellen Zusammenhängen. Dementsprechend sind auch die Songs konstruiert. Klar, gibt es schonmal ordentlich Keyboard-Bombast und immerwiederkehrende neoklassische Gitarren-Virtuositäten, aber die Stücke sind abwechslungsreich und teilweise progressiv arrangiert.

Während bei „As You Fall“ oder „M.A.D.“ noch ordentlich dem symphonischen Power Metal gefröhnt wird, sind „The Hunt“ und „Day Of The Changes“ deutlich progressiv ausgerichtete Stücke mit komplexerem Konstrukt und Wechseln zwischen ruhigeren und druckvolleren Passagen.
„Dawn“ beinhaltet auch mehrere instrumentelle Stücke. Diese sind ebenfalls vielfältig aufgebaut. Der Titeltrack überzeugt durch sich ständig steigerndes Tempo und die neoklassischen Spielereien. „Off Pain And Disgrace“ ist durch seine orchestrale Untermalung und choralen Passagen im Hintergrund mystisch angehaucht und „The Legacy“ ist wiederum ein progressives Instrumental, dass aber gerade in der Aneinanderreihung völlig unterschiedlicher Arrangements seine Besonderheit offenbart.
Der stärkste Track ist nichtsdestotrotz ein Power-Metal-Song: „Out The Edge“ macht sich mit seiner eingängigen Melodie und dem gelungenen Refrain sofort in den Gehörgängen breit.

Die instrumentelle und die kompositorische Seite von THY MAJESTIE zeigen sich in Bestform. Der Gesang von Dario Casco ist – wie für Power Metal ja nicht untypisch – oft ziemlich hoch. Das stört aber nicht sonderlich, da er die Töne trifft und außerdem die Gitarren auf dem Album die eigentliche Hauptrolle spielen. In mittlerer Lage singt Casco dagegen ausdrucksstark und mit viel Gefühl.
THY MAJESTIE haben sich auf „Dawn“ sehr stark von der klassischen Musik inspirieren lassen und entsprechende Passagen immer wieder in die Kompositionen integriert.
Besonders das Gitarrenspiel tut sich hierbei hervor.

Freunde des symphonischen, epischen und bombastischen Power Metal können bedenkenlos zugreifen. Ich kenne zwar THY MAJESTIEs frühere Werke nicht, aber mit „Dawn“ können sie sich locker in den vorderen Rängen dieser Stilart etablieren.

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09.08.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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