Toxic Heart - Ride Your Life

Review

Auch wenn diese Burschen vorgeben “giftig“ zu sein, versprühen die Slowenen in erster Linie gute Laune und das ohne Ende. Das aus Bistrica stammende Quartett hat sich nämlich Klängen verschrieben, die in erster Linie offenbar zur Unterhaltung der Zuhörer dienen sollen. Und das verstehen sie wirklich gut. Drehte man eine Zeitmaschine an die 20 bis 25 Jahre zurück und ließe TOXIC HEART in jener Phase mit ihrem Debüt “Ride Your Life“ an den Start gehen, wäre dieser Bandname in Bälde überaus bekannt. Denn in den US of A wären deren Kompositionen nahezu täglich in einer der zahlreichen Radiostationen zu vernehmen gewesen, und selbst in unseren Breitengraden hätte es zum Durchbruch reichen können.

Doch auch in der Gegenwart stehen die Chancen für TOXIC HEART gar nicht so schlecht, denn offenbar scheint sich die Zeit ohnehin viel schneller zu drehen, als man denkt und jene Form von Hard-/Glam-/Melodic-/Sleaze-/Hairspray-/oder wie auch immer- Rock scheint momentan zumindest ein kleines Comeback zu feiern, wie nicht zuletzt an Hand der Reaktionen auf derlei Bands bei Festivals wie dem “Sweden Rock“ nachzuvollziehen ist.

Deshalb darf man den Slowenen mit “Ride Your Life“ auch einiges zutrauen. Große Melodien, gepaart mit einer amtlichen Rockgitarre, die zudem auch permanent lässige Soli vom Stapel lässt, herrliche Gesangsharmonien, prägnante Refrains ohne Ende und dazu auf pure Unterhaltung getrimmte Texte – so präsentiert sich das Quartett und lässt jeden Freund der genannten Genres mit Sicherheit hellhörig werden. Hinsichtlich des Sleaze-Anteils sei angemerkt, dass dieser bloß als Beiwerk zu vernehmen ist, während die Basis des Gesamtsounds dagegen eher dem Melodic Rock mit Glam-Faktor zuordnen ist. Darüber hinaus scheuen TOXIC HEART aber auch nicht davor zurück, Anklänge aus dem AOR zu verwursten und mitunter gar in Richtung U2 zu schielen, um sich an deren Fundus an großen Melodien zu bedienen. In Summe also eine überaus gefällige und sehr, sehr eingängige Melange, die uns da aus Slowenien angeboten wird.

Also dann, nichts wie ab in den nächsten Drogeriefachmarkt um die nötigen Utensilien für das Outfit zu besorgen und danach zum Autohändler des Vertrauens um die kostengünstige Diesel-Kutsche gegen ein schmuckes Cabrio einzutauschen. Mit “Ride Your Life“ als Soundtrack geht es dann ab auf die Piste!

21.10.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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