Twinball - Remnants Of A Broken Soul

Review

Wahrscheinlich um nicht mehr einen ganz so rufschädigenden Band-Namen zu tragen, haben sich „Bad Reputation“ 2001 in „Twinball“ umbenannt. Ok, wird nicht der einzige Grund gewesen sein, die Jungs haben ihr „künstlerisches Schaffen“ davor nämlich (fast) ausschliesslich auf Coverversionen von Thin Lizzy beschränkt. Mit einer zunehmenden Konzentration auf eigenes Material und einer grösseren Umstrukturierung der Besetzung war es aber nur logisch, sich vom alten Image zu lösen, was sich rein äusserlich eben im neuen Bandnamen wiederspiegelt. Trotzdem dürfte natürlich klar sein, dass Twinball in Ihren Eigenkreationen keine Stiländerung um 180° vorgenommen haben. Wer sie als Hardrock bzw. Heavy Metal Coverband noch mochte, wird sicherlich auch heute noch seine Freude an ihnen haben. Harten, schnellen Metal sollte man auf „Remnants Of A Broken Soul“ also nicht erwarten, das bekommt man nämlich auch nicht geboten. Die Mischung aus seichtem Rock, traditionellem Heavy Metal und ein wenig Pop dürfte einigen unter uns zwischendurch aber trotzdem bestimmt gefallen. Vor allem Leute, die auch mal gerne neuere Metallica Scheiben in ihren Player schieben, sollten vielleicht ein Ohr riskieren, obgleich Twinball gar noch einen tick gemächlicher zur Sache gehen. Aber obwohl das Material eigentlich ganz nett ausgefallen ist, kommt es doch viel zu unspektakulär daher, es gibt kaum Höhen (zum Glück aber auch keine wirklichen Tiefen), kaum Songs, die man gerne zurückspult und noch mal mit einem wohlwollendem Nicken anhört, die Musik läuft einfach stetig nebenbei ohne richtig wahrgenommen zu werden. Lediglich das ein wenig härtere „Ruler Of The Spinning World“, dem Sänger Daniel Samuelsson im Refrain einen gewissen Aggressivitätsgrad verliehen hat, und die Coverversion von „Don’t Pay The Ferryman“ (Chris De Burgh) lassen mich wirklich aufhorchen. Zum Buchlesen oder sich am Kaminfeuer wärmen ist „Remnants Of A Broken Soul“ vielleicht aber nicht die schlechteste Wahl…

16.06.2003

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