Vanden Plas - The Ghost Xperiment - Illumination

Review

VANDEN PLAS gehören schon zu den alten Hasen im Prog-Business. Seit ihrem Debüt „Colour Temple“ aus dem Jahr 1994 bringen die Musiker um das Komponistenduo Andy Kuntz (Gesang) und Stephan Lill (Gitarre) immer im zuverlässigen Abstand von drei bis vier Jahren neue Alben an den Start. Mit „The Ghost Xperiment – Illumination“ folgt nun der Abschluss des Zweiteilers, der vergangenes Jahr mit „The Ghost Xperiment – Awakening“ begann. Anscheinend hat die Band ihr Faible für Doppelalben entdeckt, denn die Vorgänger „Chronicles of the Immortals“ kamen 2014 und 2015 ebenfalls in diesem Format auf den Markt.

VANDEN PLAS erzählen eine Geistergeschichte

Inhaltlich geht es um einen Mann namens Gideon Grace, der von den Geistern seiner Vergangenheit eingeholt wird. Endete der letzte Teil mit einer Seance, mit welcher der Protagonist seine Geister beschwören wollte, folgt nun die Auflösung, ob er es schafft, sich den seinen Dämonen entgegenzustellen. Das Ganze erinnert etwas an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Hohes textliches Niveau ist bei VANDEN PLAS ohnehin nichts neues, so schreibt Andy Kuntz schließlich auch Theaterstücke, unter anderem auch zum VANDEN PLAS-Album „Christ 0“ von 2006.

Musikalisch verorten sich VANDEN PLAS irgendwo im europäischen Progressive Metal, wie er zuweilen auch von AYREON gespielt wird (ohne die Metal-Oper-Schlagseite). Der Trend zu einem Hauch mehr Epik und orchestralen Arrangements wie gelegentlichen Chören, der sich schon auf dem Vorgänger bemerkbar gemacht hat, wird hier fortgeführt und passt einwandfrei in das Konzept der Geistergeschichte.

„The Ghost Xperiment – Illumination“ – VANDEN PLAS machen keine Experimente

Das muss aber nichts Schlechtes sein, denn Experimente können auch in die Hose gehen. Und so verlassen sich die Prog-Meister auf das, was sie können. Metallisch-progressive Arrangements mit vielen, schönen Melodien und über allem thront Andy Kuntz‘ sphärische Gesangsstimme. Musikalisch besonders fett dröhnt „Fatal Arcadia“ aus den Boxen mit einem Riff, welches beweist, dass VANDEN PLAS auch die Härteschraube gerne öfter noch ein Stück weiter nach oben drehen könnten.

Das Album kann sich mit prominenten Gästen schmücken. So sind Oliver Hartmann (AVANTASIA) und Herbie Langhans (FIREWIND) als Background-Sänger dabei und auf „Black Waltz Death“ und „Ghost Engineers“ ist Ulli Perhoenen von SNOW WHITE BLOOD zu hören. Auf dem Bonus-Track „Krieg kennt keine Sieger“ (ein Cover von SALTATIO MORTIS), hat sich es deren Sänger Alea nicht nehmen lassen, mitzumischen.

„The Ghost Xperiment – Illumination“ – Erfolgreiche Geisterbeschwörung

Vom Opener bis zum großen Finale (und das ist wörtlich zu nehmen, „The Ouroboros“ ist ein absolutes Biest von einem Longtrack!) ist „The Ghost Xperiment – Illumination“ ein durch und durch stimmiges Werk. VANDEN PLAS gehören zwar nicht zu den Bands, die alle zwei Jahre ein neues Album abliefern, aber wenn sie abliefern, enttäuschen sie nicht. Am besten ist das Werk in Kombination mit seinem Geschwisterchen aus dem vergangenen Jahr zu genießen.

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20.12.2020

Unguided we were, Unguided we will be.

Der metal.de Serviervorschlag

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