Venerea - Lean Back In Anger

Review

Bei dieser Platte werden Erinnerungen an meine Jugend wach! Damals hörte ich Punk, trieb mich an Badeseen herum und fing mit dem Bier trinken an. Daher ermöglichen mir VENEREA mit ihrem erstklassigen Gute-Laune-Punk eine Zeitreise in die Vergangenheit. Man merkt, dass die Jungs schon lange, genauer gesagt, seit Mitte der 90er Jahre im Geschäft sind. Denn was sie hier abliefern, darf getrost in eine Liga mit den Größen der internationalen Punkszene eingeordnet werden. Das allerdings ist kaum verwunderlich, sitzt doch in Rodrigo Alfaro (Gründungsmitglied der SATANIC SURFERS) ein Veteran des schwedischen Punkrocks hinter den Kesseln.

Mit “Lean Back In Anger“ liefern die Schweden nun bereits ihren 13. Studio-Output ab. Und der enthält alle Trademarks, die man sich von einer Punkscheibe nur wünschen kann: Geschwindigkeit, Chorgesänge, Gitarrenmelodien und vor allem melodiöse Ohrwurm-Refrains en masse. Die Gesangslinien von Sänger Andreas „Anden“ Flygare erinnern stark an BAD RELIGION. Gemeinsam mit Leadgitarrist Daniel „Dana“ Johansson zeigt er sich darüber hinaus verantwortlich für wunderbar harmonische Riffs und Melodien, die irgendwo zwischen NOFX, MILLENCOLIN und PENNYWISE angesiedelt sind. Bass und Drums bilden eine Einheit und legen ein dichtes Fundament unter die Melodieabteilung. Das Schlagzeugspiel erinnert selbstredend an Rodrigos alte Band SATANIC SURFERS, deren Stil er dereinst maßgeblich prägte.

Als Beispiel für einen sehr gelungenen und abwechslungsreichen Song nenne ich einfach mal „Government Subsidized Ghetto“. Hier stehen aggressive und durchaus Hardcore-lastige Screams in unmittelbarer Nähe zu offenen, melodischen Halftime-Parts. Übergeleitet wird anhand der unverwechselbaren Breaks und Fill-ins des begnadeten und bereits mehrfach erwähnten Drummers. Dies ist allerdings nur ein willkürlich zur näheren Beschreibung ausgewähltes Exempel. Denn die Platte kommt absolut aus einem Guss daher. Es gibt keine Ausreißer nach unten. Die Produktion fällt zwar transparent, aber dennoch wohltuend roh aus, wie es sich für Punkrock gehört.

Auch wenn metal.de in erster Linie eine Plattform für Metal ist und auch bleiben soll, kann ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wer auf Punkrock mit jeder Menge Attitüde steht, sollte unbedingt mal VENEREA antesten, die übrigens mit nahezu allen der genannten Referenzbands schon die Bühne geteilt haben und ihr Handwerk wirklich verstehen. Einziger Wehrmutstropfen ist die relativ kurze Spielzeit von etwas mehr als einer halben Stunde.

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12.10.2010

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