VII Gates - Fire, Walk With Me

Review

Ich weiß nicht, zum wievielten Male nun im Heavy Metal-Sektor „das nächste große Ding“ angekündigt wird, aber die Schweden VII GATES sollen es laut der vollmundigen Ankündigung ihrer Plattenfirma auf jeden Fall sein. Dumm nur, dass ihr Debüt „Fire, Walk With Me“ zu keiner Zeit das Potential einer einschlagenden und die Szene neu belebenden Bombe aufweist, wie z.B. seiner Zeit HAMMERFALLs „Glory To The Brave“. Irgendwie verdient alles an diesen etwas mehr als 50 Minuten nur das Prädikat „ganz nett“, versetzt einen aber nicht in dauerhaft anhaltende Begeisterungsstürme. Dabei ist es sogar erfreulich, dass das Sextett nicht stur und auf Nummer Sicher gehend die großen schwedischen Kollegen kopiert, sondern hier und da auch andere Elemente einfließen lässt. Der HF-Klon „The Saviour“ erscheint durch einen Gute-Laune-Folk-Part etwas eigenständiger, und wenn ab und an mal das Keyboard die Melodieführung übernimmt, schimmern EDGUY ein wenig durch („Bounded By Hate“, „Seconds Left To Live“). Überhaupt liegt diese Scheibe dem Melodic Metal zuweilen näher als dem klassischen Heavy oder Power Metal. Es mangelt jedoch merklich an Ohrwürmern, die man dieses Jahr besoffen über diverse Festivalzeltplätze schmettern kann. Vielleicht ist dafür die stimmliche Performance von Sänger Criss Blackburn aber auch einfach nur zu brav und zurückhaltend. Wirklich etwas zu kritteln gibt es an seinen Vocals eigentlich nicht, zumal er erfreulich selten in Zahnfüllungen explodieren lassenden Eunuchensphären tiriliert. Einzig das Markante fehlt, was ihn den Status eines 08/15-Shouters in diesem Genre hätte ablegen lassen. Da kann auch eine gefühlvoll intonierte Power-Ballade wie „So Far Away“ nichts mehr reißen. Genausowenig vermögen es Gastauftritte von u.a. Kee Marcello (EUROPE) oder Chris Amott (ARCH ENEMY), das Durchschnittsniveau dieser Platte zu heben. Vom oberprolligen Bikini-Girls-meet-Macho-Karre-Promofoto mal ganz abgesehen. Einzig Drummer Mick van Slowfoot hat sich wegen seines Pseudonyms einen Lacher samt Orden verdient.

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02.06.2004

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