VII Gates - In Hoc Signo Vinces

Review

Die 1999 in Halmstad gegründeten Schweden VII GATES bringen mit „In Hoc Signo Vinces“ nach dem 2004 erschienenen „Fire, Walk With Me“ ihr Zweitwerk heraus. Der Albumname bedeutet „In diesem Zeichen wirst du siegen“. Wir wollen mal sehen, mit welchen Zeichen die Jungs siegen wollen. Die Kritiken zum Vorgängerwerk waren eher verhalten.

Auch „In Hoc Signo Vinces“ beginnt bedenklich. Das merkwürdige Intro hört sich an, wie ein Auftritt der Band bei einer Comedy-Show, mit dämlichen Lach- und Klatscheinblendungen aus der Konserve. „The Skyrider“ bringt dann alle Trademarks mit, die ein Power-Metal-Song benötigt: eingängige Melodie, gelungene Leads und ein Refrain zum sofortigen Mitgröhlen. Trotzdem macht sich schnell das Gefühl breit, genau dieses bereits bis zum Exzess gehört zu haben. Das folgende „Dreams They Haunt Me“ ist wesentlich abwechslungsreicher arrangiert und entwickelt auch erstmal eine mystische Atmosphäre. Schade ist nur, dass sich Sänger Christer Elmgren einige Male an hohen Tönen vergreift, die er gar nicht beherrscht. Kompositorisch ist es eine starke Nummer.
Auch weiterhin erwart uns auf dem Albums wechselhafte Qualität. Gute Ansätze werden teilweise durch unausgegorenes Songwriting zunichte gemacht. Beispielsweise bei dem Longtrack „Immortal (Hymn To The Prison Guard)“, der zwar durch unterschiedliche Intensitäten glänzt, dessen einzelne Elemente aber wie zu wild zusammengewürfelt klingen und dadurch keine funktionierende Einheit ergeben. Oder das eigentlich flott groovende „Lethal Attraction“, das durch eine Menge Hammond-Orgel-Gedudel zu zwanghaft auf nostalgisch getrimmt wird.
Positive Eindrücke hinterlassen bei mir noch das tiefgründige „Answer To You, Heart“, das progressiv arrangierte „Children Of The Corn“ mit seinen sich ändernden Emotionen und das gleichermaßen exotisch wie klassisch angehauchte „The Lake“.

Kompositiorisch gibt es also durchaus Licht und Schatten. Die Instrumentalleistung ist soweit in Ordnung, nur der Part des Keyboard ist mir gelegentlich zu mächtig und verwässert manche Stücke zu sehr; sei es durch zu viel Piano-Geklimper oder durch übertriebene Hammond-Orgel-Phasen. Der Gesang ist in mittlerer Lage ausdrucksstark, erreicht aber auch zu oft nervtötende hohe Bereiche. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade da nicht jeder Ton getroffen wird.

Im Fazit ist „In Hoc Signo Vinces“ besser als der Durchschnitt und schwankt so zwischen 6 und 7 Punkten. Aufgrund der wiederholten gesanglichen Schwächen, entscheide ich mich letztendlich für Ersteres. VII GATES befinden sich schon auf dem richtigen Weg, nur müssen sie noch die vorhandenen Kritikpunkte in Sachen Songwriting und Gesang abstellen. Bis zum Zeichen des Sieges ist es momentan also noch weit dahin.

20.11.2008

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