Vile - Rare Tracks

Review

VILE gehören eindeutig zur verkappten Oberklasse der typisch US-amerikanischen Death-Metal-Garde. Nicht unbedingt, weil sie qualitativ so außergewöhnlich starke Mucke liefern, sondern viel mehr da sie durchaus auch den meisten semi-informierten Interessenten ein Begriff sind – sollten sie auch. Wem das Ganze bisher noch nicht wirklich bewusst geworden ist, der sollte einmal die aktuell bei Hammerheart Records erscheinende Compilation “Rare Tracks“ abchecken, auf denen es feinstes Gemetzel im Stile von CANNIBAL CORPSE, SUFFOCATION und Konsorten auf die Ohren gibt. Besonders deren erstes Album “Stench Of The Deceased“ ist hier reichlich überrepräsentiert, was aber angesichts dessen Qualität überhaupt nichts macht. Für mich erscheint es auch im Übrigen unverständlich, warum ausgerechnet diese Rüpelplatte hier mit der schwächsten Wertung abgespeist wurde.

Zusätzlich zu diesen Stücken und einigen Ausläufern in Richtung der 2002er-Scheibe “Depopulate“ liefert die Zusammenstellung noch einige Live-Tracks, inklusive des eher bieder daherkommenden AT THE GATES-Covers “Cold“. An dieser Stelle ist es womöglich einmal mehr an der Zeit, sich die Frage zu stellen, warum ausgerechnet sind VILE doch um einiges stärker als viele ihrer vermeintlich analogen Kollegen, die eben nicht entsprechendes Gehör finden? Es kling vermutlich nach einer ratlosen Ausrede, doch es ist zweifelsfrei das Gesamtbild, denn wer Songs wie “Butchered“ oder “Alive To Suffer“ gehört hat, weiß wovon ich rede. Der wird sofort sagen: “Wow Scheisse! Die klingen ja wie die Kannibalen zu besten Zeiten!“, und genau das ist das Prädikat was man zumindest den alten VILE aufstempeln kann.

Die Kalifornier waren hinsichtlich ihres Line-Ups nie eine wirklich beständige Band und verfügen heutzutage mit Colin Davis lediglich noch über ein wirkliches Gründungsmitglied. Demnach röhrt auch in den hier vorhandenen Songs ausschließlich Juan Urteaga und nicht der mindestens ebenso göttliche Mike Hrubovcak (u.a. MONSTROSITY), der aktuell den Gebetsständer bearbeitet. Insgesamt strahlen VILE auf ihren Frühwerken sowohl jugendliche Frische als auch spielerische Abgeklärtheit aus, was letztlich auch den Charme aus sägenden Riffs, knarzigen Drums und wütenden Hooks ausmacht. Wer einen Einblick in die Frühphase der Band erhalten möchte, dem sei “Rare Tracks“ ans Herz gelegt.

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04.01.2013

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