Void Paradigm - Earth's Disease

Review

Wenn man sich so die nach außen getragene Selbstwahrnehmung VOID PARADIGMs anschaut – „hypnotic, violent, dodecatonic, strange, compulsive Black Metal“ lautet die Angabe – verstärkt sich der Eindruck, dass Apathia Records einmal mehr ein Händchen für schräge Musik beweist; ich sage mal nur PRYAPISME, ZAPRUDER und HARDCORE ANAL HYDROGEN. Nun ja, der Eindruck bestätigt sich schon irgendwie – nur dass „Earth’s Disease“ zwar irgendwie schräg ist, qualitativ aber nicht gegen die genannten Veröffentlichungen anstinken kann.

Zunächst gilt es nun, das „…zwar irgendwie schräg ist…“ zu erläutern. Die fünf Songs des Zweitlings sind zwar tatsächlich im Dunstkreis des Black Metals unterwegs, die stilistische Orientierung rechtfertigt jedoch keineswegs gleich fünf Attribute – vor allem dann nicht, wenn sie ihr vermeintliches Versprechen nicht halten können. Tatsächlich ist das Gebräu, das der französische Dreier serviert, nämlich eher unaufgeregtes Schwarzmetall, das hier und dort durch Crust- und Sludge-Einsprengsel aufgelockert wird. Das ist nun nichts, das noch niemand vorher gemacht hätte – was dagegen tatsächlich vergleichsweise ungewöhnlich ist, ist die enorme Heterogenität des Materials.

Das ist ausdrücklich sowohl stilistisch als auch qualitativ gemeint. VOID PARADIGM gelingt es über die gesamte Spielzeit von „Earth’s Disease“ nicht, musikalisch oder atmosphärisch stimmig zu agieren. So ist der Opener „Crushing The Human Skull“ ein überraschend ödes Stück Black Metal, wogegen sich die nachfolgenden Stücke zumindest musikalisch etwas facettenreicher und damit auch kurzweiliger gestalten. Damit geht auch atmosphärisch etwas stärkeres Material einher – ob das wirklich daran liegt, dass bei VOID PARADIGM Facettenreichtum und Atmosphäre Hand in Hand gehen, oder daran, dass die drei Künstler sich im weiteren Verlauf des Albums mehr Gedanken über ihre Musik gemacht haben? Keine Ahnung.

Was ich weiß, ist dass „Earth’s Disease“ ein uneinheitlich geschmiedetes Stück Schwarzmetall ist, das ohne Zweifel seine starken Momente hat, über einen Großteil der 39 Minuten aber im Mittelmaß herumdümpelt und hin und wieder auch arge Schwächen demonstriert.

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24.05.2015

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