White Skull - Forever Fight

Review

Die Italiener WHITE SKULL sind schon recht lange im Geschäft. Bislang können die Power Metaller auf sieben Alben zurückblicken, die ganz großen Erfolge liefen trotzdem an ihnen vorbei. Aktuell haben die Leutchen aus Vicenza ihr achtes Werk „Forever Fight“ am Start. Nach vier Alben mit männlichem Gesang, greift man nun wieder auf weibliche Vocals zurück. Elisa De Palma heißt die neue Frontfrau, die bei BRAZEN, einer weiteren Italo-Band, einige Zeit als Gitarristin aktiv war. Schauen wir mal, ob sich der Gesangswechsel positiv ausgewirkt hat.

Elisa hat eine rockige Röhre mit prägnant-tiefem Klang und schlägt sich im Großen und Ganzen auch ganz gut. Doch wenn WHITE SKULL ihre gesamte druckvolle und leicht bombastische Power vom Stapel lassen, gehen die Vocals manchmal leider etwas unter. Ich bin nicht ganz sicher, ob das ein Problem der Ausdruckskraft oder der soundtechnischen Abmischung ist. Es scheint mir jedenfalls gelegentlich eine unerwünschte Instrumentaldominanz zu geben. Besonders auffällig ist es bei Passagen pompöser Keyboardbegleitung.

Stilistisch präsentieren sich WHITE SKULL als typisch italienische Power-Metal-Band mit nicht unerheblichem Bombast in den Kompositionen. Durch vielschichtigere Abschnitte und sich ändernde Intensitäten verhindern sie aber eine durchgehend süßliche Berieselung. Außerdem muss man trotz des vorhandenen Pomp zugeben, dass die Gitarren die druckvolle Seite gekonnt hochhalten. Die etwas progressive Ausrichtung lässt dann Songs wie „Feel My Rage“, „Etzel“ oder „Attle And Bleda“ durch den komplexeren Anstrich im rechten Licht erscheinen. Auch sehr straighte Nummern wie „Forever Fight“ und „Heavy Metal Axes“ kann man als Anspieltipps durchaus hervorheben, während der folkig angehauchte Bonustrack „Beer, Cheers“ eine potentielle Saufhymne darstellt.

Dagegen fällt das Level des Albums mit Songs wie den völlig akzentlosen „Spy“ und „A Mother´s Revenge“ oder der Kitschballade „Boudicca´s Speech“ wieder ab, und WHITE SKULL gelingt es kompositorisch letztendlich nicht, eine durchgehend positve Vorstellung zu hinterlassen.
Instrumental zeigen sich die Italiener makellos. Die technische Seite beherrschen sie. Ein relatives Hintergrunddasein der Rhythmustruppe dürfte ebenso gewünscht sein, wie die Dominanz der Melodieführung. Bleiben wechselhafte Eindrücke beim Songwriting und teilweise auch dem Gesang. Wobei ich zugeben muss, dass sich Elisa mit zunehmender Spieldauer besser behaupten kann.

Insgesamt verpassen WHITE SKULL auch mit „Forever Fight“ den Sprung in die Spitzengruppe des Genres, wenngleich auch nur knapp. Mit etwas mehr kompositorischer Konstanz wäre mehr drin gewesen. Gut anzuhören ist „Forever Fight“ dennoch und Freunde des leicht progressiven italienischen Power Metal sollten sich das Album nicht entgehen lassen.

22.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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