Witch Vomit - Abhorrent Rapture (EP)

Review

„WITCH VOMIT sind eine Death-Metal-Band“ hat Kollege Marek Protzak es in seinem Review zu „Buried Deep In A Bottomless Grave“ schnörkellos auf den Punkt gebracht. An dieser Tatsache ändert sich glücklicherweise auch mit der Vier-Track-EP „Abhorrent Rapture“ nichts. Auf der zeigen sich die aus Portland, Oregon stammenden Death-Metaller von ihrer besten Seite.

„Abhorrent Rapture“ bietet gewohnt hochwertigen Death Metal

Mit „Abhorrent Rapture“ bleiben sich WITCH VOMIT treu und das ist gut so. Es gibt die erwartete Symbiose aus Elementen des schwedischen Old-School-Death-Metals und der alten Schule des amerikanischen Todesmetalls. Eine Paarung die hervorragend harmoniert und funktioniert – und aufzeigt, dass es nicht nötig ist, sich für eine Ausrichtung zu entscheiden, denn das Kombinieren beider bringt ein fantastisches Ergebnis mit sich.

Da werden düstere Melodien der Marke DISMEMBER mit der ungezügelten Brutalität einer Band wie INCANTATION gepaart, von denen sich WITCH VOMIT gleich noch die schlürfenden doomigen Elemente ausborgen, welche schon bei den legendären NIHILIST für Gänsehautmomente sorgten. Gerade die eher schleppenden Songfragmente sind es, die zu den Stärken von WITCH VOMIT zählen. In Verbindung mit den abgrundtiefen Vocals beeindrucken die US-Amerikaner mit unglaublich intensiven, gradlinigen Death-Metal-Songs, die sofort ins Ohr gehen und keinerlei Spielereien nötig haben.

Die Rhythmusfaktion walzt alles nieder und die Gitarristen zaubern einen düster-melodischen Soundteppich, wie er in den Anfangstagen der schwedischen Death-Metal-Bewegung zum guten Ton gehörte und Alben wie „Left Hand Path“ und „Like An Everflowing Stream“ zum Pflichtprogramm machte. Vielleicht haben WITCH VOMIT sich dieser Tage ein wenig mehr von ebenjenen schwedischen Death-Metal-Legenden beeinflussen lassen, wie zum Beispiel der ultra-brutale Track „Funeral Purgation“ unter Beweis stellt. Dieser hätte auch auf dem Debüt von GRAVE stehen können.

Aber natürlich vergessen die Amerikaner auch das Nutzen ihrer US-Wurzeln nicht. Gerade „Necrometamorphosis“ könnte nicht mehr amerikanischer tönen und dürfte jeden Fan von DEICIDE oder INCANTATION in Verzückung versetzen. Ein weiterer höchst erfreulich Punkt ist die wirklich perfekte Produktion der EP, die keine Wünsche offen lässt. „Abhorrent Rapture“ knallt einfach nur fett aus den Boxen.

Ihre Einflüsse machen WITCH VOMIT besonders

Es ist eben dieser Verbindung der stilprägenden Elemente beider Death-Metal-Ausrichtungen, die dafür sorgt, dass WITCH VOMIT originell klingen, obwohl sie gar keine grundlegend neuen Ideen haben, sondern nur Bestehendes miteinander verbinden. Diese Symbiose lässt die Songs auf „Abhorrent Rapture“ frisch und unverbraucht klingen, obwohl der Hörende sich eines gewissen „das habe ich doch schon mal gehört“-Momentes nicht erwehren können.

Text von Olaf Brinkmann

26.07.2021

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