Wolf Down - Liberation

Review

KURZ NOTIERT

WOLF DOWN legen dieser Tage eine Zwei-Track-EP vor. Das gute Stück hört auf den Namen „Liberation“ und klingt, als hätten die Jungs New York City kurzerhand in den Ruhrpott verlegen lassen. Denn den Hörer erwartet hier feinster Hardcore der alten Schule. Bereits der Opener „Torch of Reason“ macht keine Gefangenen.

Breitwandgitarren, wie sie auch auf dem letzten TERROR-Album hätten stehen können, treffen auf Shouts, die Erinnerungen HATEBREEDs Jamey Jasta wachrufen. Musikalisch geht’s auf der EP schnörkellos zur Sache. Beide Songs verbinden geschickt Uptemo- und Midtempo-Passagen mit unfassbar fetten Breakdowns. WOLF DOWN loten die eng gesteckten Genregrenzen voll aus. Die Gangshouts laden zum Mitgrölen ein und die wütenden Texte (zum Beispiel zum Thema Tierrechte) untermauern den angepissten Sound der Band. Unterstützt wird das Ganze von einer druckvollen Produktion, die keinen Vergleich mit dem Sound größerer Acts zu scheuen braucht. Als einziger Vorwurf kann höchsten die fehlende Eigenständigkeit genannt werden.

Wer seinen Hardcore lieber geradeaus und ohne Experimente genießt, wird bei WOLF DOWN sein Glück finden. Wenn die fünf Jungs das hohe Niveau der EP auch auf Albumlänge halten können, sollten sie schon bald in der ersten Hardcoreliga mitspielen.

30.11.2015

"Irgendeiner wartet immer."

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2 Kommentare zu Wolf Down - Liberation

  1. Hägar sagt:

    wie kann man denn Genregrenzen voll ausloten und zeitgleich gradlinig und schnörkellos agieren? Für mich klingt das hier nach ganz eindeutigem 08/15 Modern HC, wie man ihn heutzutage überall hören kann. Weitestgehend langweilig.

  2. the dude sagt:

    völlig lächerlicher unsinn!

    „feinster hc der alten schule“…..seit wann? warum? wie jetz?

    das ding ist metal ohne core. mit trendtatoos und ohrtellern. pfui!

    ich verurteile den schreiberling zu 5 jahren youth of today dauerbeschallung, dann reden wir weiter!