Wumpscut - Deliverance

Review

2 ½ Jahre nach BÖSES JUNGES FLEISCH und beinahe auf den Tag genau 2 Jahre nach Veröffentlichung der letzten :w: Single ICH WILL DICH, dreht nun eine brandneuer Silberling namens DELIVERANCE aus dem Hause :Wumpscut: seine Runden in meinem Player, welches zugleich die erste Auskopplung aus dem bevorstehenden Album WREATH OF BARBS darstellt. Gleich vorweg muss in diesem Bezug gesagt werden, dass mir das Album schon weit vor DELIVERANCE vorlag und somit die Bewertung dieser MCD nicht auf Spekulation, wie denn die Full-Lenght Scheibe wohl ausfallen könnte, beruht, sondern sich lediglich mit den hierauf befindlichen Tracks beschäftigt. Was zuerst ins Auge sticht, ist die wenig mannigfaltige Tracklist, welche vier Versionen des Titeltracks, ein unbetiteltes Stück, sowie die bereits vorab im Netz veröffentlichte Reaktion Rudys auf den sogenannten Witten-Mord namens „Ruda“ bereithält. Den Anfang macht jedoch der [Radio Mix] von „Deliverance“: Ein mehr als solides Stück, welches eindeutig klarstellt, wer hier verantwortlich zeichnet. Aggressiv und energiegeladen, wie man es von :Wumpscut: gewohnt ist aber dennoch mit einer Art Innovation für :w:-Verhältnisse – der Verwendung des Vocoders beim Refrain. Auch wenn Rudy recht behält, dass es dies bereits bei „Mother“ gab, so wird mir jeder nach Vergleichshören der beiden Tracks recht geben, dass „Mother“ dagegen harmlos war. Der Einsatz des Vocoders klingt ja gar nicht mal schlecht, dennoch war ich mehr als ein wenig überrascht, dass gerade Rudy auf dieses -sagen wir im Zeitgeschmack liegende- Element zurückgreifen würde. Weiter geht es mit dem [Alternative Club Mix], welcher ein wenig in die Länge gedehnt wurde, ansonsten aber bis auf gänzlich fehlende Vocals keine wesentlichen Variationen enthält. Gefolgt wird diese Instrumental-Version von Track Nummer 3, dem [Reminescing Mix], welcher erneut jeglichen Gesang vermissen lässt aber wenigstens musikalisch ein klein wenig experimenteller ausgefallen ist. Die vierte und letzte Variation, [Soldatengrab remix], geht dann schon in Anbetracht der fortgeschrittenen Spielzeit sehr gemäßigt zu Werke und hätte auch ohne weiteres als Outro dieser MCD Verwendung finden können, wenn da nicht noch der ominöse, unbetitelte Track Nr.5 folgen würde. Hierbei war Rudy extrem kreativ, wird man doch über 4 Minuten mit dem Ton eines, wie ich mich zu erinnern glaube, Spiegel-TV-Beitrages zum bereits erwähnten Ruda-Mord genötigt. Vollkommen überflüssig, lautet meine Meinung dazu. Und da Rudy in dem kürzlich mit uns geführten Interview bereits ankündigte, dass er „den Witten-Mord mit Bunkertor an der Tür sicherlich nicht totschweigen werde“, schlägt „Ruda“ in die selbe Kerbe und wirkt durch ähnlich penetranten Einsatz zahlreicher Boulevard-TV-Samples ebenso einfach nur billig und vollkommen entbehrlich. Dass Herr Ratzinger dies eigentlich nicht nötig hat, zeigt der durchaus gelungene Titeltrack, welcher jedoch in quasi der gleichen Form des hier vertretenen [Radio Mix] auf WREATH OF BARBS zu finden ist und somit als Kaufargument keine wirkliche Rolle spielt.

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22.09.2001

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