Wumpscut - Body Census

Review

Da isser wieder, Rudi R. aka WUMPSCUT. Ein Jahr nach dem viel diskutierten Album „Cannibal Anthem“ erscheint anno 2007 nun mit „Body Census“ schon der nächste musikalische Output von Rudi R. Und auch dieses Album wird erneut polarisieren, abhängig wohl vor allem davon, was man von „Body Census“ erwartet.

Dass WUMPSCUT bereits seit einiger Zeit viel weniger aggressiv und beklemmend klingen als zu „Bunkertor 7“- oder „Embryodead“-Zeiten, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Gerade diese Tatsache hat die Fans der ersten Stunden auf den letzten Veröffentlichung auch verwirrt und gestört, gepaart mit teilweise heftiger Kritik an einem qualitativen Niedergang und einer gewissen Leblosigkeit vieler Songs.

Doch ist auf „Body Census“ diesbezüglich „Besserung“ in Sicht? Bedingt. Das Album wirkt insgesamt sehr glatt, klare elektronische Sounds bestimmen den Sound fast aller Songs. Einzig die rauhen Vocals von Rudi R. lassen altbekanntes WUMPSCUT-Feeling aufkommen. Vor allem der Auftakt des Albums ist sehr eingängig ausgefallen. „The Beast Sleeps Within You“ sowie vor allem auch „Remember One Thing“ kann man wegen ihrer Melodik fast schon als Ohrwürmer bezeichnen, letzteres erinnert mit seiner Instrumentierung sogar ein wenig an KRAFTWERK. Ähnlich verhält es sich mit den beiden Instrumentals „Hide And Seek“ und „The Fall“, die in ihrer Leichtigkeit kaum noch an alte WUMPSCUT-Zeiten erinnen. Durchaus angenehm anzuhören, wenn man nicht gerade Endzeit-Elektro erwartet …

Was mich nun an „Body Census“ stört ist eine gewisse Einfachheit vieler Songs. Fast schon simpel wirken Songs wie „We Believe We Believe“ oder „You Are A Goth“, bei denen man das Gefühl hat, dass einem der völlig belanglose Refrain in Dauerschleife um die Ohren fliegt. Dieses Gefühl wird man das gesamte Album über irgendwie auch nie richtig los, so beispielsweise auch bei „My Dear Ghoul“, und nur selten wirken die Songstrukturen wirklich überraschend. Kreativität? Fehlanzeige!

WUMPSCUT haben sich verändert, das war und ist eine Tatsache. Wie man „Body Census“ nun letztendlich findet, hängt daher auch zu einem großen Anteil davon ab, wie und ob man persönlich diesen Stilwechsel akzeptiert. Hat man dies getan, könnten einem Songs wie „The Beast Sleeps Within You“, „Remember one Thing“, „Ain’t That Hungry Yet“ oder auch „Adonai My Lord“ durchaus gefallen. „Body Census“ ist ein solides WUMPSCUT-Album mit Höhen und Tiefen, das mir persönlich zumindest deutlich besser gefällt als der Vorgänger „Cannibal Anthem“.

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31.03.2007

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