Genepool
Song By Song

Special

Nachts um halb zwei im Berliner White Trash. Guido Lucas (Bassist, Produzent) und Jens Küchenthal (Schlagzeuger) klären auf, was falsche Song-Titel, SLAYER-Samples und codierte Nachrichten mit “Sendung / Signale“ zu tun haben.

Genepool

About To Say Hello

Guido: Zum Gesang fällt mir ein: XTC – also nicht die Droge, sondern die Band. Der Song ist musikalisch ein bisschen vielschichtiger, deshalb ist er auch der erste auf der Platte. Da wollten wir schon einen Stempel setzen, dass es anspruchsvoller wird.

Please Do Not Go

Guido: Dass das Album etwas fröhlicher ist, hat sich so ergeben. Es war allerdings geplant, dass die Sachen durch den Einsatz von mehr Melodie und Pathos ein bisschen poppiger, ein bisschen hymnischer werden.

Sendung/Signale

Guido: Das Stück ist wirklich eine Reminiszenz an Neue Deutsche Welle und vor allem Krautrock! Daher auch der deutsche Titel. Wir haben da an KRAFTWERK gedacht, an NEU! oder HARMONIA und solche Sachen.

Berlin By Night

Guido: Ich weiß gar nicht, worum es in dem Text geht. Wir haben die Nummer aufgenommen, ich fand sie total cool und irgendwann meinten mal Leute, das wäre ein Hit von PVC – was mir nicht bewusst ist, weil ich leider PVC und den Song nicht kenne. (PVC sind eine Berliner Punk-Band, die 1977 gegründet wurde und noch immer aktiv ist. Die beiden Songs ähneln sich übrigens nicht.)

Sense Of Distance

Guido: Es wird oft behauptet, wir hätten Keyboards dabei. Das stimmt gar nicht. Der Effekt in diesem Song stammt von einer Gitarre. Wir haben wirklich ganz, ganz wenige Keyboard-Sachen dabei und die hört man nicht oder nimmt sie als solche kaum wahr. Die offensichtlichen Dinge sind Gitarren.

Dead Radio

Jens: Das ist im Studio entstanden und war eigentlich so ein Schrammel-Song vom Letten. Der wurde ausprobiert, hat nicht so richtig funktioniert und in einer Nachtsession im Studio hat sich das dann nach und nach entwickelt. Diese ganzen Elektro-Sachen sind auch nicht wirklich Elektro. Wir haben zum Beispiel das Schlagzeugspiel manuell eingetackert. Deswegen humpelt der Song so ein bisschen, was aber auch sehr wichtig ist, finde ich.

Guido: ’Dead Radio’ ist eigentlich auch eher so ein KRAFTWERK-Ding. Wir wollen uns da natürlich nicht vergleichen, aber es war der Einfluss und die Inspiration für uns.

Killer Bee

Guido: Ein Stück mit vielen Schlagzeug-Samples, unter anderem von SLAYER. So ein bisschen der Versuch, Disco-Beats mit Gitarren zu machen…

Zombie Of Love

Guido: Das war auch eine ganz spontane Demo-Version, die wir eigentlich gar nicht gemischt haben.

Just A Dream

Guido: Das ist einer der älteren Songs, die wir hatten und ein Rocker, der durch den hymnischen Refrain lebt. Und Steve-McQueen-Samples sind drüber, von „Bullitt“!

Suicide Drive

Guido: Genau, das ist auch ein etwas älterer Song. Der Text ist entstanden, als der Letten auf dem Weg zu uns war, für die Gesangssession im Studio. Er kam natürlich mit unglaublicher Verspätung an, weil mal wieder ein Personenschaden stattgefunden hatte. Und als er wartend in der Bahn saß, hat er den Text geschrieben.

Suspiria

Guido: Nein, ganz falsch! Das ist keine Hommage an KILLING JOKE, sondern es geht um einen Horrorfilm von 1977 aus Italien.

Der wird aber mit ’i’ geschrieben. Auf der Promo-Hülle, bei Amazon und Co. steht überall ’Susperia’.

Guido: Nein, echt?! Das ist eindeutig ein Druckfehler! Ich bin fassungslos.

Also bezieht ihr euch doch auf den Film von Dario Argento.

Guido: Genau, mit Musik von GOBLIN… Da haben wir auch Samples verwendet.

Zählzeit

Guido: Auch an dieser Stelle wieder eine Reminiszenz an KRAFTWERK und solche Sachen. Zahlen rezitieren, Zahlen reden zu einem Pseudobeat, das ist einfach sehr interessant.

Jens: Diese Stimmen und Zahlen gehören zu codierten Nachrichten, die über Radiowellen gesendet werden. (Auf wechselnden Frequenzen wurden und werden auf diese Art Zahlen sowie Buchstaben von Geheimdiensten übermittelt. Vermutliche Adressaten sind Spione im Ausland, die einen Weltempfänger im Gepäck haben. Die verwendeten Aufnahmen dürften aufgrund der Tonfolge am Anfang sowie der Betonung mancher Zahlen aus einer alten DDR-Übertragung stammen. Mögliche Stichwörter zum Füttern der Suchmaschinen: Zahlenradio, Agentenfunk.)

23.10.2007

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