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PINK FLOYD – The Dark Side Of The Moon

Neben jeder Menge billigem Schund gibt es im Bereich der Musikverpackungsgestaltung auch eine Menge echter Kunstwerke, die eine Erwähnung an dieser Stelle verdient hätten. Unter diesen finden sich noch hinreichend viele, die bei Betrachtung regelmäßig ganz besondere Gefühle und oftmals auch nostalgische Erinnerungen hervorrufen. Hier eine persönliche Hitliste zu erstellen, wäre da ein ziemliches Ding der Unmöglichkeit. Und dennoch muss ich nicht lange darüber nachdenken, welches das definitive Albumcover ist, das meilenweit über allen anderen thronen muss.

Abseits von jeder spieltechnischer Perfektion erschufen PINK FLOYD im Laufe ihrer Karriere vor allem überlebensgroße atmosphärische Sound-Landschaften, die in meinen Augen zum künstlerisch wertvollsten gehören, was die zeitgenössische Rockmusik jemals zustande gebracht hat. Eine ähnliche Sorgfalt widmeten sie der visuellen Komponente, sei es die experimentelle Live-Lichtshow ihrer frühen Karrierejahre, das bombastische Rock-Theater von „The Wall“ oder eben die unkonventionellen Plattencover, für die man üblicherweise mit dem Künstler Storm Thorgerson und dessen Designstudio „Hipgnosis“ zusammenarbeitete.

„The Dark Side Of The Moon“ zeigt für mich die perfekteste Art ein Album zu verpacken. Die schematische Darstellung eines Prismas, das einen einfallenden Strahl weißen Lichts in seine spektralen Komponenten zerlegt, ist gleichermaßen simplizistisch wie bedeutungsvoll und dabei – ebenso wie Musik und Texte des Albums – offen für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Tatsächlich ist das Coverbild so markant und ausdrucksstark, dass auf eine Erwähnung von Bandname und Albumtitel komplett verzichtet werden konnte. Und dennoch dürfte noch heute jeder Rockmusikkenner beim Anblick des Motivs sofort wissen, welches Meisterwerk sich dahinter verbirgt.

Heute findet man (nicht nur) im Internet unzählige Imitationen und Variationen dieses Plattencovers. Dabei handelte es sich beim „Original“ im Grunde ebenfalls nur um die Abwandlung eines Motivs, das Cover-Pionier Alex Steinweiss mehr als dreißig Jahre zuvor für eine Aufnahme von Beethovens „Klavierkonzert Nr. 5“ entworfen hatte. Doch erst die weitere Simplifizierung und die Verbindung mit der facettenreichen Musik von PINK FLOYD verhalfen dem Prisma-Motiv zu seinem legendären Status. Und auch daran, dass sich „The Dark Side Of The Moon“ so gut verkaufte, dass es sich nach Erscheinen unglaubliche 741 Wochen lang in den amerikanischen Top-200-Billboard-Charts halten konnte, dürfte das geniale Verpackungsdesign einen nicht unbeträchtlichen Anteil gehabt haben.

Florian Schörg

 

 

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07.08.2011

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