Devin Townsend - Ziltoid - The Omniscient

Review

Also mal eines gleich vorweg. DEVIN TOWNSENDs neues Album “Ziltoid – The Omniscient” ist ein reinrassiges Soloalbum. Weder die Mannschaft der DEVIN TOWNSEND BAND noch die Jungs von STRAPPING YOUNG LAD sind hier mit involviert. Ein richtiges Soloalbum vom Meister höchstpersönlich und ganz ohne Hilfe von außen. Sämtliche Instrumente wurden selbst eingespielt. Sogar den Drumcomputer hat der begabte Musiker eigens programmiert. Er selbst sagt dazu, er wollte sich es einfach mal beweisen, alles alleine hinzubekommen, jede Note sozusagen mit minimalem Equipment in seinem Keller selbst abzumischen.

Dies ist ihm ohne jeden Zweifel auch gelungen. Ehrlich gesagt hat man sich von dem Workaholic auch nichts anderes erwartet. Diesmal scheint er aber völlig verrückt geworden zu sein. Man sehe sich vor allem das Cover an. Ein kleines Wesen aus Mars Attacks? Nein hier handelt es sich um Ziltoid, ein weiser Knabe, der die Kaffeebohnen unseres Planeten braucht, um den Antrieb seines Raumschiffes damit zu speisen. Ganz gemütlich bei einer Tasse Kaffee versucht Ziltoid nun seine musikalische wirre Geschichte an den Mann zu bringen.

Oft knüppelhart, meistens mächtig irritierend, aber so kennen wir den guten alten DEVIN TOWNSEND. Auch mit seinem Soloalbum macht er da keine Ausnahme. Absolut faszinierend präsentiert uns der Gitarrengott und Ausnahmesänger eine Reise in ein tiefgründiges musikalisches Paralleluniversum. Dass dieser Herr von einem anderen Planeten zu kommen scheint, haben doch alle schon irgendwo vermutet. Zuckersüß, schräg und abgrundtief derbe. DEVIN TOWNSEND weiß einfach wie man ein Konzeptalbum schafft, das auch nach Monaten immer noch überzeugen kann. Eine Meisterleistung wenn man bedenkt, dass dies alles in Eigenregie bewerkstelligt wurde.

Der Kanadier zaubert mit “Ziltoid – The Omniscient” eine wunderbare abgefahrene Geschichte, die man offensichtlich auch nach mehreren Durchgängen noch nicht richtig in Worte fassen kann. An diesem Album kommt man einfach nicht vorbei.

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11.06.2007

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4 Kommentare zu Devin Townsend - Ziltoid - The Omniscient

  1. sascha sagt:

    Schlicht und einach genial. Devin Townsend hat mich in so vielen Sachen schon inspiriert, an wahnwitzigen Songs und Lyrischen Themen ist er jedenfalls nicht leicht zu überbeiten!
    Ein echtes Musat Have für Kenner!

    10/10
  2. sickman sagt:

    Das Album überzeugt mich nicht. Mal abgesehen davon, dass ich das Thema ziemlich albern finde, sind die Songs keine wirklichen Killer. Die melodien klingen dieses Mal nicht so groß wie auf früheren Veröffentlichungen Townsends und die Lieder im Ganzen sind nicht wirklich der Renner. Zuviel Stangenware, zuviel unnötiges herumgeriffe. Klingt, als ob der Maestro sich hier etwas beweisen wollte. Für mich klingt das Album wie ein typischer Alleingang, der nicht rundum gelungen ist; wobei Townsend in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll bewisen hat, dass er es kann. Vielleicht sollte er doch endlich mal eine längere kreative Pause einlegen um endlich mal richtig neue Ideen zu entwickeln. Die gibt es hier nämlich gar nicht, eher eine qualitativ abgespeckte Version des typischen Townsend-Sounds.

    6/10
  3. neur0 sagt:

    Amüsante Scheibe, die SYL- sowie ruhiges Townsend-Material kombiniert. Die Songs sind allerdings nicht sonderlich spektakulär und manches hat man von Devin schon mal (besser) gehört. Überraschend ist für Kenner eigentlich nur die Story (zumindest beim ersten Durchlauf). Ich hoffe ebenfalls auf die anstehende Kreativpause…

    5/10
  4. neur0 sagt:

    Sollten 7 werden…

    7/10