Devin Townsend - Devolution Series #1 - Acoustically Inclined, Live in Leeds

Review

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Wenn es im aktuellen Rock- und Metalzirkus jemanden gibt, auf den der Begriff Tausendsassa zutrifft, dann dürfte das DEVIN TOWNSEND sein. Angefangen als Sänger von Steve Vai ging es zum Death Metal mit STRAPPING YOUNG LAD. Über seine Produzententätigkeiten mit Bands wie SOILWOK, LAMB OF GOD oder AYREON ist er seit geraumer Zeit als Solokünstler mit verschiedenen Gastmusikern aktiv. Nun gibt es wieder etwas Neues vom Kanadier, eine Show als Mix aus akustischer Musik und Entertainment. Das Ganze gibt es zu hören und zu sehen unter dem Namen “Devolution Series #1 – Acoustically Inclined, Live in Leeds”. Das dort eine #1 zu sehen ist deutet darauf hin, dass noch weitere kreative Outputs in dieser Richtung zu erwarten sind.

“Acoustically Inclined, Live in Leeds“ – der erste Teil einer Serie von Live Shows

Die über Inside Out angekündigte Serie umfasst Konzerte, welche nicht unbedingt als große Veranstaltung durchgeführt worden sind. So sollen verschiedene Kuriositäten und sonstiges interessantes Material in dieser Serie zum Release kommen. Unter anderem stehen Songs auf der Liste, welcher erstmals in den Streaming Shows 2020 präsentiert worden sind. Der akustische Gig in Leeds macht im Frühjahr 2021 den Opener.

Beim Überfliegen der Setlist fällt auf, dass hier unter anderem “Love? “ vom 2005er STRAPPING YOUNG LAD-Output “Alien“ sowie “Hyperdrive“ oder “Ih-Ah!“ aus den Soloaktivitäten zu finden sind. Unterschiedliche Genres und Eckpunkte der Karriere werden akustisch aufgearbeitet. Das Intro ist kein rein musikalisches Intro. DEVIN TOWNSEND unterhält sich mit dem Publikum in intimer Atmosphäre und zeigt so seine Entertainerqualitäten als Redner und Erzähler. Diese Interaktionen wiederholen sich immer wieder während des Sets.

Nummern, welche mit elektrischen Gitarren völlig anders um die Ecke kommen, erhalten ein akustisches Gewand. Mit Songs wie “Funeral“, “Hyperdrive“ oder dem im minimalen musikalischen Anzug recht eingängigen “Ih-Ah!“ steht Lagerfeuerromantik an. “Deadhead“, “Solar Winds“ und natürlich “Love?“ zeigen DEVIN stimmlich aggressiv. Gerade “Love?“ wirkt ein wenig wie die Erzählung einer kleinen Horrorshow. Die Bandbreite und Variabilität seines Organs kommt in dem Akustikset noch mehr zur Geltung als mit elektronischer Unterstützung.

DEVIN TOWNSEND als Geschichtenerzähler

Der Livemitschnitt “Acoustically Inclined, Live in Leeds“ dürfte sich vor allem an die eingefleischten Fans des Multiinstrumentalisten wenden, welche den Herren gerne von einer anderen, der akustischen Seite, hören möchten. Akustische Interpretationen von bekannten Songs sind Geschmackssache von Künstler und Fan und wird sicher nicht jeden Geschmacksnerv erwischen.

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28.03.2021

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4 Kommentare zu Devin Townsend - Devolution Series #1 - Acoustically Inclined, Live in Leeds

  1. Interkom sagt:

    „Nummern, welche elektronisch völlig anders um die Ecke kommen, erhalten ein akustisches Gewand. Mit Songs wie “Funeral“, “Hyperdrive“ oder dem im minimalen musikalischen Anzug recht eingängigen “Ih-Ah!“ steht Lagerfeuerromantik an.“

    Meintest du nicht etwa elektrisch? Es besteht ein meilenweiter Unterschied zwischen einem elektrischen und einem elektronischen Stuhl.

    Grüße

  2. Meintest du nicht etwa elektrisch? Es besteht ein meilenweiter Unterschied zwischen einem elektrischen und einem elektronischen Stuhl.

    Danke für den Hinweis – ist geändert

  3. motley_gue sagt:

    Gefällt mir eigentlich ziemlich gut, die richtige Stimmung vorausgesetzt. Tatsächlich wirken die Songs wie komplett neu. SYL-Nummern auf Akustik ist natürlich die Spitze des Eisbergs.
    Und sein typischer Humor kommt bei den Ansagen, die teilweise schon fast ein wenig wie Stand-Up wirken, authentisch rüber.
    Kurzweilige Scheibe, funktioniert mMn besonders beim Spazieren.

    8/10
  4. rickyspanish sagt:

    Devin Townsend hat was von Frank Zappa 2.0.
    Die inflationäre Veröffentlichungsflut an (Live)LPs bezüglich DT mag seiner kreativen Ader geschuldet sein. Tut niemandem weh und sei allen Townsend-Fans gegönnt. Ich (Ego-Alarm!) würde es begrüßen, wenn er SYL reanimieren würde, gerne mit Hoglan.