GoatFukk - Demo II

Review

GOATFUKK, mit zwei “k” wohlgemerkt, als Bandname. Songtitel wie “3 – Loch Hure” (sic!), “Trespassing The Dark Ruins Of The Past” und “Todestraum”. Ein Cover, stumpf in schwarz mit weißem Bandlogo und der “II”, die markiert, mit welchem Output wir es hier zu tun haben. Eine Limitierung von 300 Exemplaren. Irgendwelche Assoziationen?

Nun, mit intellektuell anspruchsvollem Progressive Metal werden wir es hier auf jeden Fall eher nicht zu tun haben. Was die Titel jedoch schon ein bisschen implizieren, bewahrheitet sich dann auch beim Hören dieser zweiten Demo der schweizer Band mit deutsch-englisch-polnischen Titeln: GOATFUKK scheinen nicht so ganz zu wissen, wo genau sie hinwollen: Mal poltern sie im Necro-Rumpel-Black-Metal-Stil los (“Uwieziony W Lodzie Krainy Mgly”, “3 – Loch Hure”), mal geht es eher ein bisschen in Richtung des epischeren Black-Metal-Formats, so zum Beispiel mit “Trespassing The Dark Ruins Of The Past” oder “Todestraum”, letzterer – wiederum wie im Titel impliziert – auch mit leicht depressiv-suizidalem Einschlag. Durchdacht ist etwas anderes.

Aber damit scheinen es GOATFUKK eh nicht so zu haben, denn schnell macht sich das Gefühl breit, es hier mit einem schnell dahingeklatschten und zusammengerumpelten Stück Musik zu tun zu haben, dessen Übergänge teils extrem holprig klingen und dessen Songs teils sehr abrupt enden – ich würde nicht so weit gehen, das Ganze “stümperhaft” zu nennen, aber solide ist das auch noch lange nicht.

Über den Sound brauche ich wohl keine großen Worte zu verlieren (klingt eben so, wie man es in diesem Black-Metal-Subgenre von einem Demo erwartet). Einige nette Ansätze wie zum Beispiel große Teile des Songs “Perwersja Czlowiek” retten GOATFUKKs “Demo II” dann auch vor dem Abrutsch in die Region “Totalausfall”. Einen Tipp stellt dieses Teil trotzdem höchstens für diejenigen dar, denen es gar nicht trve und necro genug sein kann – und auch die dürften dasselbe Prinzip (beziehungsweise dieselben Prinzipe) schon besser umgesetzt gehört haben. Mehr will man im Hause GOATFUKK zwar wahrscheinlich gar nicht erreichen, insofern wäre das Ziel dieser Demo wahrscheinlich sogar erreicht. Mehr als drei Punkte sind trotzdem nicht drin.

12.11.2011

Stellvertretender Chefredakteur. Auch bekannt als Herr Møller.

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