Ajattara
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Interview

AJATTARA veröffentlichten mit "Tyhjyys" Ende letzten Jahres ihr nun bereits drittes Album, welches bei mir sofort auf Dauerrotation lief. Obwohl die Musik der Finnen ja recht depressiv und düster ausfällt, war Ruoja (Pasi Koskinen/ ex-AMORPHIS) doch ein netter Bursche, der trotz Dauerstress meine Fragen zu beantworten wusste.

AjattaraErsteinmal vielen Dank für „Tyhjyys“…die Platte ist seit Wochen in meinem CD-Player und ich mag sie immer noch sehr. Bist Du auch damit zufrieden?

Ja das bin ich. Es ist eine gute Fortsetzung zu unseren beiden Vorgängeralben. Du solltest „Tyhjyys“ in Deinem CD-Player behalten, bis wir das vierte Album herausbringen (Heh, heh)

Ist es für AJATTARA nun einfacher geworden, nachdem Du bei AMORPHIS ausgestiegen bist oder war es kein Problem beide Bands zu kombinieren?

Natürlich ist es jetzt besser für AJATTARA, denn es ist nun zu meiner Priorität geworden. AMORPHIS war meine Hauptband für neun Jahre und war den anderen Projekten immer vorangestellt. Ich habe für AJATTARA nur etwas gemacht, wenn es die Zeit zuließ, aber jetzt ist es die Nummer Eins.

Mit eurem neuen Album seid ihr in die Finnischen Charts auf Platz 27 eingestiegen, was ja ein ziemlicher Erfolg ist. Wie ist es für euch als Musiker, dass ihr mit eurer nicht alltäglichen Musik eine solch große Akzeptanz erfahrt?

Das ist immer eine Überraschung, aber es ist eigentlich schon etwas gewöhnlich, dass Metalbands die Charts entern. Ein gutes Beispiel ist unsere Christmas-Single, die wir vor einiger Zeit veröffentlicht haben. Sie war auf Platz 2, direkt hinter NIGHTWISH. Hier ist das gelobte Land für Metal.

Um was geht es denn bei eurer Christmas-Single? Erzähl doch etwas mehr…

Auf der Single gibt es einen bisher unveröffentlichten AJATTARA-Song und einen Weihnachtsklassiker, nur eine Erinnerung, denn es hat sehr depressive Lyrics, obwohl es ein solch ekeliger und fröhlicher Song ist. Wir haben es nur zum Spaß gemacht.

Ihr habt wieder im Sundi Coop Studio aufgenommen…ist dieses Studio perfekt für euch oder werdet ihr das nächste Mal ein anderes Studio ausprobieren?

Es klappt perfekt und Tuomo weiß genau was wir wollen, also ist es nicht nötig in ein anderes Studio zu gehen. Und eine andere Sache ist, dass das Studio 300 Kilometer von unserer Heimatstadt Helsinki entfernt liegt. Dies hilft uns, um uns ganz auf das Album zu konzentrieren.

Ihr seid ja eine Band ohne zweiten Gitarristen. Vermisst ihr die zweite Gitarre manchmal oder klappt das ganz gut ohne?

Wir sind ja nur auf den Alben ein Trio, live sind wir zu viert. Unser Gitarrist Samuel Lempo wird bei unserem nächsten Album einsteigen, also wird sich auch der Sound weiterentwickeln, damit es interessant bleibt die Musik zu spielen und hören.

Finnisch ist ja eine Sprache, die viele Leute nicht verstehen. Ist es trotzdem wichtig für euch damit den Zuhörern eine Message zu vermitteln?

Die Texte sind ein sehr wichtiger Teil unserer Musik und der Grund warum wir auf Finnisch singen ist einfach, denn es hört sich besser als Englisch an. Können wir da die Sprachbarriere durchbrechen? Ich denke schon. Ein weiterer Grund für die Finnischen Lyrics ist auch, dass ich niemals einen internationalen Erfolg für möglich gehalten habe. Es wird in naher Zukunft aber ein paar Übersetzungen geben.

Könntest Du Dir vorstellen auch Englische Lyrics zu verwenden oder gehören die Finnischen Lyrics einfach dazu? Nicht, dass ich will, dass ihr auf Englisch singt. 😉

Wir spielen Finnischen Black Metal mit Finnischen Lyrics. Take it or leave it.

Ich weiß, dass es eine häufig gestellte Frage ist, aber könntest Du einen kleinen Einblick in eure Texte geben? Auf dem Promozettel wird besonders hervorgehoben, dass ihr Cliché-freie Texte habt. Ist euch das so wichtig?

Natürlich ist es wichtig andere Dinge zu machen, die sich von der Masse abheben. Ich schreibe über alle bösen Dinge, die Menschen machen können. Tod in all seinen Formen ist eines meiner Lieblingsthemen. Da geht es auch um gewalttätige Sex-Morde und Schwarze Kunst.

Ajattara

Ich finde, dass ihr auf „Tyhjyys“ wesentlich dunkler und nicht mehr so melodisch klingt. Mir ist aufgefallen, dass das Keyboard weniger zum Einsatz kommt oder habt ihr sonst noch etwas bewusst verändert?

Es ist eher, dass ich dieses Mal ein recht geradliniges Album machen wollte. Auf dem nächsten Album werden wir wahrscheinlich einen anderen Sound und Melodien benutzen, aber die Basics bleiben erhalten.

Ist das auf dem Cover ein abgeschnittener Fuß eines Vogels? Wie kann man das mit dem Albumtitel vereinbaren?

Das ist das Bein eines Rabens. Es repräsentiert „materia prima“ (stammt aus der Alchemie: Der „Urstoff“ – Anm. d. Verf.) und ist mit dem Albumtitel verbunden, denn dieser heißt übersetzt „Leere“. Den Rest kann man erahnen.

Es gibt Malakias I und Malakias III…was ist mit der Nummer II passiert?

Er spielt Drums bei AMORPHIS! 🙂 Aber im Ernst, er war für ein paar Konzerte ein Ersatz für Malakias I, der wegen Drogen psychisch krank wurde und darum die Band verlassen musste.

Das Spinefeast in Finnland ist ja die letzten Jahre für Finnen und Ausländer gleichermaßen beliebt geworden. Wie war es für euch dort letztes Jahr zu spielen?

Es macht immer Spaß auf dem Spinefeast zu spielen. Ausverkauft, alle meine Freunde sind da, frei saufen (für die Bands) und großartiges Publikum. Sie kennen unsere Texte ziemlich gut hier in Finnland und deswegen ist es eher ein Sing- und Headbang-Contest. 🙂

Wird es auch ein paar Konzerte geben, um „Tyhjyys“ zu promoten?

Es sind für dieses Jahr einige Konzerte gebucht, aber leider haben wir nur einen Festival-Gig außerhalb Finnlands und zwar auf dem Party.San Festival. Wir arbeiten jedoch daran, dass wie eine Europa-Tour machen können.

Wie wird es mit AJATTARA weitergehen? Habt ihr schon Ideen für ein nächstes Album?

Über die Konzerte habe ich ja gerade schon berichtet und es wird Ende 2005 ein neues Album geben. Ich habe schon damit begonnen neues Material zu komponieren und einige Songs sind auch schon fertig. Ich kann es nicht abwarten wieder nach Savonlinna (Ort des Sundi Coop Studios – Anm. d. Verf.) zu gehen.

Hast Du letzte Worte oder eine Botschaft für unsere Leser?

Enjoy the albums, until we get to play live for you!!! Emptiness, the death
itself!!! Thank you, Greetings!

22.01.2005

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