Caligula's Horse
Interview mit Josh Griffin von Caligula's Horse zu "Rise Radiant"

Interview

CALIGULA’S HORSE haben mit ihrem neuen Album „Rise Radiant“ ihre Spitzenstellung in Sachen frischer Aussie-Prog weiter festigen können – ohne sich dabei jedoch zu wiederholen oder selbst zu kopieren. Im metal.de-Interview sprach Drummer Josh Griffin über die Corona-Situation und ihre Auswirkungen auf die Band, äußere und innere Erwartungshaltungen sowie über das Gefühl, das sich einstellt, wenn ein komplettes spanisches Prog-Festival plötzlich den australischen Opener abfeiert.

Hey Josh! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Wie geht’s euch im Moment so?

Gerne! In Anbetracht der Umstände geht es uns verhältnismäßig gut.

Wie ist die Corona-Situation in Australien im Moment?

Es wird glücklicherweise von Tag zu Tag besser. Die meisten von uns haben Winterschlaf gehalten und so langsam wirken die Maßnahmen!

Viele Künstler haben sich aufgrund von COVID-19 in letzter Zeit dazu entschieden, ihre Album-Releases zu verschieben. Stand ein solcher Schritt jemals für euch zur Debatte?

Nicht wirklich, nein. Wir haben unsere Tourpläne für den Moment verschoben, aber die pünktliche Veröffentlichung des Albums stand nie in Frage. Menschen können immer noch auf verschiedenste Art und Weise mit unserer Musik in Verbindung treten. Es war uns wichtig, ihnen das auch mit „Rise Radiant“ zu ermöglichen.  

Dann lass uns über Musik sprechen! Eure letzten beiden Alben „Bloom“ und „In Contact“ haben euch einige internationale Aufmerksamkeit und viel Lob von der Kritik eingebracht. Gab es einen spezifischen Moment, in dem ihr gemerkt habt, dass das Projekt CALIGULA’S HORSE wirklich durch die Decke gehen könnte?

Ich kann nicht für uns alle sprechen, da ich erst nach der Veröffentlichung von „Bloom“ zur Band gestoßen bin. Ich hatte diesen Moment kurz bevor wir „In Contact“ veröffentlichten. Wir eröffneten das Festival „Be Prog, My Friend“ in Barcelona und plötzlich standen da Tausende von Menschen vor der Bühne und sangen den Chorus von „Firelight“. Das war ein sehr einprägsamer Moment, in dem mir klar wurde, dass das mit uns etwas wirklich Besonderes werden könnte.

War der Druck beim Schreiben eurer neuen Platte „Rise Radiant“ nach derartigen Erfolgserlebnissen noch größer als vorher?

Jedes Album bedeutet für uns Druck. Ich glaube, das kommt einfach daher, dass man etwas schreiben will, das sich vom letzten Album abhebt. Das Ziel ist es immer, etwas zu schreiben, das uns aufs Neue interessiert und inspiriert. Wir sind immer versucht, uns von Album zu Album nicht zu wiederholen. Dieser Anspruch treibt uns an und inspiriert uns. Und es ist wunderbar, dass unsere Fans uns auf diesem Weg begleiten.

“Rise Radiant” fügt dem Sound, zu dem ihr auf euren letzten beiden Alben gefunden habt, so manches Detail hinzu. Man hört mehr Keyboards, Pianos, und komplexere Songstrukturen.  

Sicherlich. Jeder der Songs verfügt über viele Schichten und musikalische Farben. Tracks wie „Resonate“ oder „Slow Violence“ basieren aber zum Beispiel auch auf simpleren Arrangements, die es den einzelnen Parts und dem Song als solchen erlauben, für sich selbst zu sprechen.

Welche Themen haben euch zu den Lyrics auf „Rise Radiant“ inspiriert? Und was treibt euch generell textlich um?

Auf „Rise Radiant“ hat jeder Song seine eigenen Themen und Botschaften. Das übergreifende Thema, das die Songs zusammenhält, ist die Idee, erfolgreicher und stärker aus einem Unglück hervorzugehen, anstatt es bloß durchzustehen.

Live-Auftritte entfallen ja nun erst einmal – aber habt ihr euch stattdessen irgendwelche Specials überlegt, um das Album zu promoten? Möglicherweise als Live-Stream?

Wir haben dazu noch nicht im Detail gesprochen, aber ausschließen würde ich es nicht.

In Deutschland werden gerade Autokonzerte sehr populär. Könntet ihr euch so etwas vorstellen?

Ich hab davon erst kürzlich gehört. Eine wirklich coole Idee!

Ich hoffe, dass wir CALIGULA’S HORSE bald wieder in Deutschland begrüßen dürfen. Bleibt gesund und macht auch in diesen verrückten Zeiten weiter so großartige Musik!

Wir können es kaum erwarten wiederzukommen. Vielen Dank und alles Gute!

28.05.2020

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