Mason Hill -
Wir brauchten wirklich Hilfe von den Fans

Interview

MASON HILL sind hierzulande vielleicht noch nicht ganz so bekannt wie in ihrer Heimat Schottland, aber das sollte sich mit dem Debüt „Against The Wall“ baldigst erledigt haben. Die Band aus Glasgow hatte zwar die ein oder andere fette Durststrecke in ihrer bisherigen Laufbahn, brennt dafür jetzt umso mehr für ihre neue Platte. Mit James Bird, dem Gitarristen von MASON HILL klären wir die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Band etwas auf.

Albumcover Mason Hill - Against The Wall

Herzlichen Glückwunsch zu eurem Album „Against The Wall“.  Ich hörte, dass der Weg bis hierhin recht schwierig für euch war. Erzähl mir mal etwas über die letzten Jahre und die Enttäuschungen, die ihr durchmachen musstet.

Vielen Dank!! Ja, es ist schon eine Weile her seit unserer ersten selbst betitelten EP. Die letzten Jahre als Band waren nicht einfach, aber gleichzeitig war auch nicht alles schlecht. Wir sind eine Band, die stark und eng zusammensteht, und es nur so möglich ist alle Hindernisse überwinden zu können. Wir haben in unserer relativ, kurzen Karriere zwar verschiedene Rückschläge erlebt, aber wir hatten auch viele erstaunliche Momente, die uns heute hierher und zu unserem Debütalbum „Against The Wall“ geführt haben.

Gibt es mit dem Wissen der Vergangenheit etwas, das du anders machen würdest mit der Band, mit deiner Musik?

Wie bei allem, was wir im Leben tun, können wir immer zurückblicken und uns fragen, ob wir etwas besser oder anders hätten machen können oder nicht, aber in Bezug auf MASON HILL haben wir alles, was wir bisher erlebt haben, als wertvollen Unterricht in der Musikindustrie wahrgenommen. Wir sind wirklich stolz auf dieses Album und wir haben das Gefühl, dass wir die Platte gemacht haben, die wir machen wollten. Wir können es kaum erwarten, dass die Leute die Scheibe hören.

Bandfoto Mason Hill 2020

Welche Ratschläge würdest du jüngeren Bands geben?

Sei mit deinen Bandmitgliedern befreundet, mach dir keine Sorgen darüber, was andere Leute denken, und konzentriere dich auf dich und die Band. Wenn es anderen Leuten gefällt, was du machst, dann brillant, aber solange du selber genießt, was du tust, ist das das Wichtigste, damit sich die Türen öffnen können.

Lass uns über „Against The Wall“ sprechen. Was steckt hinter diesem Track? Diese Nachricht?

Der Song macht deutlich, wo wir zu der Zeit waren und wie sehr wir uns an die Wand gedrückt fühlten, mit begrenzten Optionen und Wegen. Der Songs für uns als Band beschreibt für uns wo wir heute sind, aber allgemein symbolisiert er den Kampf, dem wir alle irgendwann in unserem Leben gegenüberstehen. Wenn wir Musik machen, versuchen wir immer zu bedenken, dass die Songs auch anders interpretiert werden könnten, was aber gleichzeitig die Schönheit der Musik darstellt.

Ihr habt eine „Kickstarter“-Kampagne für die Veröffentlichung genutzt. Erzähl mir etwas darüber, warum dieser Weg?

Ja, „Kickstarter“ war ein erstaunlicher Teil dieser Reise. Wir befanden uns in einer Position, in der wir die Finanzen aufbringen mussten, um das Album fertigzustellen. Man kann sich nicht mehr nur auf Plattenlabels verlassen, es geht viel darum, sich selbst zu kümmern, aber wir brauchten wirklich Hilfe von den Fans. Zuerst waren wir uns nicht sicher, ob wir „Kickstarter“ verwenden wollten, aber als wir mit dem Prozess begannen und erkannten, wie unterstützend unsere Fans waren und 16.000 Euro  in weniger als einem Wochenende sammelten, wussten wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Wir haben es nicht nur geschafft, das Geld zusammenzubekommen, sondern es hat uns auch ermöglicht, die Videos zu machen, die ihr auch auf unserem Youtube-Kanal finden könnt. Man kann wirklich nur positiv hervorheben, wie groß die Macht der Menschen sein kann.

„Against The Wall“ ist der reinste Rock mit einem wiederkehrenden Stadion-Gefühl. In welcher großen Location würdest du gerne eine Show spielen, wenn Corona vorbei ist?

Wow, ich meine, es gibt so viele Orte, an denen wir gerne spielen würden, aber sagen wir mal das Wembley-Stadion! So viele legendäre Bands haben dort gespielt, dass es ziemlich erstaunlich wäre, auf dieser Bühne zu stehen.

Der bisher beste Moment mit MASON HILL?

Unsere erste ausverkaufte Show. Es war in unserer Heimatstadt Glasgow an einem Veranstaltungsort namens „The Cathouse Rock Club“ und ich werde dieses Gefühl nie vergessen.

Der bisher schlimmste Moment mit MASON HILL?

Wegen dem Corona-Virus nicht in der Lage zu sein, unser Debütalbum live zu spielen. Deshalb brauchen wir Leute, die freundlicherweise das Album kaufen, haha. Ich muss hier aber auch erwähnen, dass unser Bassist Matthew einmal bei einem Auftritt während der After-Show betrunken von einem riesigen Panzer gefallen ist. Wir spielten in einem Lagerhaus für Panzer und wir beschlossen alle, uns auf einen zu setzen, Matthew rutschte jedoch aus und der Weg nach unten war lang. Wir hatten am nächsten Tag einen Auftritt und Matthew brauchte eigentlich eine Krankenhausbehandlung, haha. Ein schlechter Moment, aber im Rückblick auch ein sehr lustiger.

Was macht MASON HILL so besonders und anders als andere Rockbands?

Wir kommen zuallererst aus Glasgow in Schottland! Natürlich gibt es viele schottische Bands, aber es kommt nicht oft vor, dass wir mit anderen Bands aus unserer Region auf einer Show oder einem Event sind! Zweitens, wie bereits erwähnt, macht jede Band schwere Zeiten durch, aber die Beharrlichkeit, die wir gezeigt haben, indem wir durch die höchsten Höhen und Tiefen zusammengehalten haben, ist ein Beweis dafür, worum es bei MASON HILL geht und wie bedeutungsvoll dieses Album wirklich ist.

Kannst du „Against The Wall“ in 3 Worten beschreiben?

Purer Heavy Rock.

Welcher Track ist für dich der Wichtigste auf der Platte und warum?

Der wichtigste Titel auf dem Album ist „Where I Belong“. Der Grund dafür ist, dass es seit unserer ersten EP im Jahr 2015 begleitet und im Laufe der Jahre des Live-Spielens von den Fans immer als das Lied hervorgehoben wurde, mit dem sie sich wirklich verbinden konnten. In einigen Fällen hat es den Fans in extrem schwierigen Zeiten geholfen, weshalb es bei uns einen besonderen Platz einnimmt.

Hast du noch ein paar letzte Worte an die metal.de-Leser?

Vielen Dank an dich, Jeanette für deine Zeit und an alle, die MASON HILL begleiten. Die Unterstützung ist unglaublich und wir sind sehr dankbar dafür! Bleibt sicher und passt auf euch auf.

Quelle: Mason Hill; James Bird
06.03.2021

It`s all about the he said, she said bullshit.

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