One Man Army And The Undead Quartet
One Man Army And The Undead Quartet

Interview

Schlägt man im Lexikon unter dem Begriff "Senkrechtstarter" nach, findet man da mit Sicherheit dieses Bandfoto. Selten dürfte ein Demo so einen Run auf eine Band ausgelöst haben wie das bei ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET der Fall war. Vorschusslorbeeren zuhauf, ein Deal mit Nuclear Blast und gleich eine Tour mit EKTOMORF und CHILDREN OF BODOM bilden die Eckpunkte der noch jungen Geschichte der Band um Ex-THE CROWN-Shouter Johan "Satan From Hell" Lindstrand. Ein im Vergleich zu vor ein paar Monaten deutlich schlankerer Johan berichtete uns von den Zukunftsplänen seiner noch jungen Kapelle und von den Lehren, die er aus der nicht gerade einfachen Vergangenheit mit den legendären THE CROWN gezogen hat. Doch von Wundenlecken keine Spur! Die ONE MAN ARMY macht sich bereit, das Land im Sturm zu nehmen! Aber lest selbst, was uns Johan zu sagen hatte.

One Man Army And The Undead QuartetMetalgreg: Eure Platte startet mit minutenlangem Riffing ohne Vocals. Ein Statement?

JL: Das war keine Absicht. Es ist immer cool, wenn ein Song nach etwa einer Minute richtig Fahrt aufnimmt und sich immer mehr steigert. Das war nicht geplant. Es hat sich einfach so ergeben. Eigentlich wollten wir dieses Intro für sich alleine stehen lassen und ihm einen eigenen Namen geben. Aber so unterscheidet es sich vom gängigen Weg eine Platte zu eröffnen.

Metalgreg: Der Albumtitel „21st Century Killing Machine“ spricht eine ähnliche Sprache.

JL: Er faßt die gesamte Einstellung der Band zusammen. Und der Song für sich spiegelt genau wider, was das Cover symbolisiert. Wir als Newcomer brechen hervor, um alles zu zerstören und zu vernichten, was sich uns in den Weg stellt. Das klingt sehr nach Klischee, aber gerade die Lyrics des Tracks sind durch und durch Metal. Der Rest der Texte befaßt sich eher mit persönlichen Themen.

Norman: Worum geht es in den Texten genau?

JL: Wie gesagt, viele persönliche Erlebnisse werden verarbeitet. Mit THE CROWN hatten wir sehr viele Rückschläge wegzustecken und haben viele unglückliche Dinge erlebt. Daneben werden noch ein paar private Dinge abseits der Musik behandelt. Um mir eine gewisse Distanz zu dem Ganzen zu wahren, habe ich alles aber noch mit ein wenig Phantasie ausgeschmückt. Als ich noch bei THE CROWN war, habe ich nicht sehr viele Texte oder Musik geschrieben. Meine Energiereserven für ONE MAN ARMY waren also voll. Jetzt mit meinen eigenen Texten im Rücken fühlt sich für mich alles noch eine Spur echter an. Ich kann voll und ganz hinter allem stehen.

Metalgreg: Wie viel Frustration über das letztendliche Auseinanderbrechen von THE CROWN steckt in diesem Album?

JL: Viel! Ich war gerade erst frisch zurück in die Band gekommen und strotzte nur so vor Tatendrang. Ich habe meine Job gekündigt, um mich nur auf die Musik zu konzentrieren. Deswegen war ich natürlich umso enttäuschter über die Entwicklung, die alles genommen hat. Andererseits hat mir unser Split auch einen heftigen Tritt in den Hintern verpaßt, endlich mein eigenes Ding anzuschieben. Es hatte also – wie alles – seine gute und schlechte Seite. Jetzt mit ONE MAN ARMY im Rücken fühlt es sich natürlich nur noch gut an, weil es uns ohne den THE CROWN-Split nicht gegeben hätte.

Metalgreg: Einen Labelwechsel hat es aber doch gegeben.

JL: Ja, aber nicht weil ich mit Metal Blade irgendeine schlechte Erfahrung gemacht habe, sondern weil ich einfach ein komplett neues Kapitel aufschlagen wollte. Metal Blade sind ein großartiges Label, bei dem großartige Leute arbeiten, mit denen jegliche Kooperation blendend funktioniert. Ich wollte allerdings einen frischen Neubeginn. Dafür war auch ein neues Label nötig.

Norman: Du wolltest also die Vergangenheit komplett hinter dir lassen?

JL: Ja, das kann man so sagen. Trotzdem haben mir Metal Blade zum Beispiel noch geholfen, unser erstes Demo im Internet bekannt zu machen. Wir sind und bleiben gute Freunde. ONE MAN ARMY ist eine komplett neue und hungrige Band. Deswegen wollen wir auch neue Leute engagieren, die uns voran bringen.

Thomas: Sind andere Schritte und Wege als in der Vergangenheit geplant?

JL: Man lernt immer aus der Vergangenheit und den Fehlern, die man früher gemacht hat. Mit THE CROWN hatten wir echtes Pech, was Touring angeht, weil wir zum Beispiel nicht auf die Ratschläge unseres Labels gehört haben. Hätten wir so gehandelt, wie Metal Blade es uns vorgeschlagen haben, wären diese erfolglosen Touren nie passiert. Das allein war natürlich nicht der Grund für die Auflösung. Aber man muss nun mal Fehler machen, um aus ihnen schlauer hervor zu gehen.

Metalgreg: Freut ihr euch auf die Tour mit CHILDREN OF BODOM?

JL: Natürlich! Ich meine nicht jede Band hat innerhalb des ersten Jahres ihres Bestehens die Chance, ein Demo und eine Platte aufzunehmen und noch dazu mit einem Großkaliber wie CoB auf Tour zu gehen. Das ist schon überwältigend und vor allem eine richtig gute Promotion für das Album.

Thomas: Hast Du ein solches Interesse an eurer Band erwartet?

JL: Nein, nie und nimmer. Als ich 2004 mit dem Schreiben der Musik anfing, schrieb ich alles nur für mich selbst. Ich war sechs Monate lang allein und hatte nur diese beschissene Gitarre, die mich seit 15 Jahren begleitet. Ich hatte nicht mal einen Amp, weswegen ich die ganze Zeit unplugged spielen mußte. Ich begann einfach zu riffen. Alles kam eigentlich erst mit den Aufnahmen zum Demo ins Rollen, als die Labels Wind davon bekamen und Interesse zeigten.

Thomas: Wer zeigte außer Nuclear Blast noch Interesse?

JL: Metal Blade natürlich! Um ehrlich zu sein, haben beide ähnlich dotierte Verträge abgegeben. Aber wie vorhin schon gesagt… Ich brauchte etwas Neues!

Thomas: Spielte es vielleicht auch eine Rolle, dass Blast in Deutschland einfach größer sind als Metal Blade?

JL: Natürlich! Im Hinterkopf hat man das immer, wenn man seine Unterschrift unter einen Vertrag setzt.

Norman: Glaubst du, dass das Interesse an ONE MAN ARMY wegen deiner THE CROWN-Vergangenheit zustande kommt?

JL: Wahrscheinlich habe ich das zu 70% THE CROWN zu verdanken, ja. Die Musikindustrie arbeitet immer auf diese Weise. Ich akzeptiere das auch. Wenn du dich für einen normalen Job bewirbst, mußt du in deinen Unterlagen auch aufführen, was du bisher so getan hast und deine Erfahrungen zeigen. Warum sollte ich diese 14 Jahre einfach so wegschmeißen?

Metalgreg: Trotzdem haben ONE MAN ARMY das Potential eine breitere Masse anzusprechen als THE CROWN, die wesentlich extremer unterwegs waren.

JL: Ja, ich wußte sofort, daß ich auf keinen Fall so viele Blast-Parts integrieren wollte, wie wir sie noch bei THE CROWN hatten. Die Aussicht, mit einer gemäßigteren Ausrichtung eventuell mehr Geld verdienen zu können, hat dabei keine Rolle gespielt. Das hat viel einfachere Gründe. Ich bin kein guter Gitarrist. Ich kann hier und da ein paar Riffs spielen, aber es ist einfaches Zeug. Deswegen können wir durch die eher simplen, harten Riffs, die in einen fetten Sound gebettet wurden, vielleicht mehr Leute erreichen.

Thomas: Ja, alles klingt etwas traditioneller. Ein wenig UNANIMATED hier, ein wenig Schweden-Thrash da. Und natürlich viel METALLICA.

JL: Wir haben nur zwei schnelle Songs auf der Platte. Das wollte unser Label auch so. Wir hätten lieber noch eine langsamere Nummer drauf gepackt. Die hätte aber sieben Minuten gedauert, was nicht ins TV-Format gepaßt hätte.

Metalgreg: Welches TV-Format?

JL: Ich weiß, worauf du hinaus willst. Aber es gibt heutzutage zum Glück viele DVD-Compilations oder das Internet, durch das man einen Clip auch an den Mann bringen kann. Deswegen halte ich Videos auch immer noch für eine sinnvolle Sache.

Metalgreg: Was hat dich beim Schreiben der Songs beeinflußt?

JL: Heavy Metal! Unsere Einflüsse liegen komplett in den 80ern. JUDAS PRIEST, „Master Of Puppets“, das Riffing, die Eingängigkeit, die Einfachheit.

Thomas: Hast du den Songtitel „So Grim So True So Real“ tatsächlich einem METALLICA-Song entnommen?

JL: Klar! Das Stück würde jetzt anders heißen, wenn ich „…And Justice For All“ nicht kennen würde. Der Text hat mit diesem Thema aber nichts zu tun.

Thomas: Was ist mit deinen alten THE CROWN-Mitstreitern? Haben sie alle neue Projekte?

JL: Ja, Magnus, unser alter Bassist, hat mich vor einer Woche besucht, um sich ONE MAN ARMY anzuhören. Er nahm in der Nachbarschaft ein Album mit seiner Punkrock-Band auf. Marco hat eine Band namens ANGEL BLAKE ins Leben gerufen, mit der er gerade ein Album aufnimmt. Janne hat ein paar Songs mit einer kanadischen Black Metal-Band gemacht. Markus hat eine Band namens ENGEL, die eher in die New Metal-Richtung tendiert.

Thomas: Also sind ONE MAN ARMY eigentlich die einzige Band, die das Erbe von THE CROWN auf eine gewisse Weise weiter führen?

JL: Vergleiche anzustellen, ist immer leicht, da THE CROWN nun mal zwölf Jahre lang Teil meines Lebens waren. Würde Glen Benton bei ONE MANY ARMY singen, würde es niemand mit THE CROWN vergleichen. Ich denke, unsere Musik unterscheidet sich stark von THE CROWN, da wir wesentlich langsamer zu Werke gehen. Einzig meine Stimme rückt die Bands näher zusammen.

Norman: Ich persönlich höre sehr viel METALLICA aus den Songs heraus.

JL: Das hat einen ganz simplen Grund. „Master Of Puppets“ ist für alle in der Band ein riesengroßer Einfluß. Wir lieben diese simplen, wirkungsvollen Thrashriffs.

Thomas: Wirst du in den Liveset Songs von THE CROWN einbinden oder ist dieses Kapitel endgültig ad acta gelegt?

JL: Ich denke nicht, dass ich das tun werde. Ich habe kaum Songs von THE CROWN geschrieben, weswegen es in meinen Augen keinen Sinn für uns machen würde, Stücke von anderen Leuten zu spielen.

Metalgreg: Wann glaubst du, kannst du mit ONE MAN ARMY aus diesem großen Schatten von THE CROWN heraus treten?

JL: Nie, haha! Das weiß man nie. Das Business kennt keine Gnade. Der Wettbewerb ist jederzeit groß. Wenn wir von unserem Debüt nur 1.000 Einheiten verkaufen, werden wir immer im Schatten von THE CROWN stehen. Verkaufen wir jedoch mehr, wird meine Vergangenheit den Leuten bald egal sein. Alles hängt vom jetzigen Album und dem nächsten ab. Ich befinde mich noch im ersten Kapitel von ONE MAN ARMY. Keine Ahnung, was hinter der nächsten Ecke lauert.

Metalgreg: Wie wurde das Demo aufgenommen, das vorab im Netz kursierte?

JL: Sehr gut. Wir stellten alle sechs Songs als freien Download auf unsere Website und die Kunde von meiner neuen band verbreitete sich rasend schnell. Viele Leute schrieben in unser Gästebuch, daß sie es großartig fänden, daß ich wieder zurück bin. Auch alle Labels kannten dank Blabbermouth schon mindestens einen Song von uns, bevor unser Demo bei ihnen eintrudelte. Es war ein verdammt gutes Gefühl, direkt nach so kurzer Zeit schon eine positive Resonanz zu bekommen. Deswegen haben wir ja auch von Anfang an alle Songs auf die Website gestellt, um die bestmögliche Promotion zu bekommen, die ohne Label möglich war.

Thomas: Was hat es mit dem Bandnamen auf sich? Für mich klingt er nach einem instabilen Line-up. Du als ONE MAN ARMY bist unaustauschbar, während das UNDEAD QUARTET wechselt.

JL: Das Line-up ist an sich sehr stabil, wenn wir jetzt mal vom Posten am Bass absehen. Den Namen ONE MAN ARMY hatte ich schon lange als Bandnamen im Kopf. Aber ich kann keine Band so nennen, die aus mehreren Leuten besteht. Also mußte ich nach einer Ergänzung suchen. Ich mag diese uralten Rockbands aus den 60ern mit ihren ewig langen Namen. ONE MAN ARMY ist zwar meine Band, aber jeder ist gleichberechtigt.

Norman: War es zuerst als Soloprojekt angedacht?

JL: Ich hatte Überlegungen in diese Richtung. Ich war so frustriert wegen des THE CROWN-Splits, dass ich nur noch alleine Entscheidungen treffen wollte. Aber nach ein paar Monaten hatte sich ein echtes Bandgefüge entwickelt.

Metalgreg: Du hattest eben euren Bassisten Valle Adzic angesprochen, der auch noch bei IMPIOUS aktiv ist. Es war zu lesen, dass er die Tour mit CoB nicht mitspielen wird. Warum?

JL: Wegen IMPIOUS. Sie haben Priorität bei ihm, da sie ihn eine Menge Zeit kosten. Noch dazu baut er sich gerade ein eigenes Studio, hat einen gutbezahlten Beruf und eine Familie. Er hat einfach nicht die Zeit, die für ONE MAN ARMY nötig ist. Wir haben uns vor einem Jahr schon darüber unterhalten und es einfach mal probiert. Aber es ist sehr schwer, zwei Bands auf demselben Level zu halten. Für die Platte hat er aber ein paar coole Ideen beigesteuert und hatte seinen Einfluß auf das Material. Nach der Tour wird er übrigens nicht zu uns zurück kommen. Es würde keinen Sinn machen, auf Tour einen Live-Bassisten dabei zu haben, während Valle nur bei den Proben Teil der Band ist. Wir haben bereits den richtigen Ersatz gefunden, denke ich. Nach der Tour werden wir ihn wohl bekannt geben.

Metalgreg: Valle ist also draußen?

JL: Ja, wir haben lange darüber geredet und sind auf keinen Fall im Streit auseinander gegangen. Wir haben es nur noch nicht angekündigt, weil unsere Website gerade in neuem Glanze erstrahlt und wir nicht als erste News den Ausstieg unseres Bassisten online stellen wollten.

Thomas: Haben deine anderen Mitstreiter noch andere Projekte am Laufen?

JL: Ja, das haben sie. Aber nicht in der Größenordnung von IMPIOUS. Sie spielen in kleineren Bands, weswegen bei allen das Hauptaugenmerk auf ONE MAN ARMY liegt. Unser Leadgitarrist Mikael Lagerblad spielt in einer lokalen Rockband, die nur zum Spaß auftritt, und Marek ist bei RECLUSION aktiv, die momentan ohne Deal sind.

Thomas: Es war zu lesen, dass ihr für die No Mercy Festivals 2006 bestätigt seid. Stimmt das?

JL: Nicht mehr. Da ist die Tour mit CoB dazwischen gekommen.

Metalgreg: …welche die bessere Wahl gewesen sein dürfte.

JL: Absolut! Die Tour mit CoB kostet zwar um einiges mehr an Toursupport, aber auf diese Weise spielen wir vor 60.000 – 70.000 Leuten in 1 ½ Monaten, anstatt vor nur 10.000 Leuten in zwei Wochen. Im Prinzip sind wir eigentlich schon ein Jahr weiter, als es eine andere Band nach ihrem Debütalbum ist. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass wir auf diese Weise jeden Abend 35 Minuten Zeit haben, in viele Ärsche zu treten.

Metalgreg: Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, schossen mir direkt zwei Alben in den Kopf: OLD MAN’S CHILD – „Ill-Natured Spiritual Invasion“ und HYPOCRISY – „Virus“.

JL: Kein Wunder. Es war derselbe Cover Artist. Bei OMC bin ich mir jetzt zwar nicht sicher, aber das Cover der neuen HYPO stammt definitiv aus seiner Feder. Für EXODUS hat er auch gearbeitet. Das Bild ist haargenau der Metal-Stil, den ich mag. Wir werden diesen Artworkstil auf jeden Fall verfeinern und bestimmt auch noch ein wenig MAIDEN einbauen. Ich liebe das. Es paßt perfekt zur Musik, geht zurück in die 80er.

Metalgreg: Geht es dir eigentlich auf den Geist, dass alle vermehrt nach THE CROWN fragen und sich nicht so auf ONE MAN ARMY konzentrieren, wie es ohne diese Vorgeschichte vielleicht wäre?

JL: Hmm, wie ich schon gesagt habe. Da kann ich nichts gegen machen. Ich bin stolz auf das, was ich mit THE CROWN erreicht habe. Das war ein großer und wichtiger Abschnitt meines Lebens, der sechs großartige Alben hervorgebracht hat.

Metalgreg: Andere Musiker sind da anders. Wenn du einen Max Cavalera auf SEPULTURA ansprichst, ist das Interview vorbei.

JL: Die Situation von Max kannst du aber mit der von mir nicht vergleichen. Sie sind im Streit auseinander und jeder von SEPULTURA haßt seine Frau. Wir aber sind immer noch Freunde.

Metalgreg: Was war es für ein Gefühl, auf den letzten beiden Touren vor manchmal noch nicht mal halbvollen Clubs zu spielen? Woher habt ihr da noch die Motivation geholt, eine gute Show zu liefern?

JL: Nun, einige Shows waren nicht wirklich cool. Aber wir haben immer versucht, 100% zu geben, da ja doch ein paar Fans gekommen waren, um uns zu sehen. Die Schuld daran trug aber die schlecht arbeitende Booking Agentur. Poster zur Ankündigung wurden z.B. nie aufgehängt. Auf der letzten Tour sollten DARKEST HOUR supporten. Dann gab es allerdings in deren Bandumfeld einen Todesfall zu beklagen. Wir haben angeregt, die Tour zu verlegen. Das wollte aber die Agentur nicht. Eines Abends habe ich mit dem Busfahrer geredet und er hat mir erzählt, dass er dabei war, als Leute von der Agentur die Werbeposter weggeschmissen haben. Nicht mal AC/DC würden Leute ziehen, wenn keiner weiß, dass sie auf Tour kommen.

Metalgreg: Gesetzt den Fall, der Start mit ONE MAN ARMY verläuft nicht so erfolgreich wie geplant. Wie schnell könnte diese Frustration zurückkommen?

JL: Mit einer Tour von einem Kaliber, wie wir es jetzt mit CoB an der Hand haben, können wir diese Band wesentlich besser aufbauen und hoffen, dass die Verkaufszahlen der Platte richtig gut werden.

Metalgreg: Ja, aber THE CROWN haben auch Support Touren für MORBID ANGEL gemacht, und sind somit auch langsam aufgebaut worden.

JL: Ja, wir hätten auch die Möglichkeit gehabt, ausreichend Leute für eine Headliner Tour zu ziehen. Das haben uns die Zahlen der Albumverkäufe ja gezeigt. Leider haben wir uns für die falsche Booking Agentur entschieden. Wir dachten, wir würden mehr Geld herausholen, wenn wir in kleinen Läden headlinen. Wir haben nicht auf Metal Blade gehört, die gesagt haben, wir sollen als Opener mit einer großen Band auf Reisen gehen. Kuck dir an, wo AMON AMARTH heute stehen. Sie haben auf Metal Blade gehört.

Metalgreg: Wie sehen deine Zukunftspläne und die Erwartungen an die Zukunft aus?

JL: Ich hoffe das Beste für uns. Aber in diesem Business weiß man nie. Wir spielen diese Tour, danach ein paar Festivals. Hoffentlich läuft dann alles so, dass wir Ende 2006 ein neues Album in Angriff nehmen können.

Metalgreg: Irgendwelche Vorsätze für 2006?

JL: Hmm, Hasch rauchen? Hehe!

12.01.2006

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