One Man Army And The Undead Quartet - Grim Tales

Review

Seit dem Ende von THE CROWN, seinem früheren Betätigungsfeld, haut uns Army-Oberbefehlshaber Johan Lindstrand im Jahresrhythmus neue Geschosse um die Ohren. So ist es nun an „Grim Tales“, des Meisters Selbstverwirklichungsgesamtwerk um eine weitere Facette zu bereichern.

Sicher, die Armee hat seit Gründung einige tapfere Recken verloren, doch von solchen Lappalien lässt sich ein großer Feldherr nicht beirren und schon gar nicht aus dem Konzept bringen. Und für „Grim Tales“ lautete dies: „Zurück zu den heftigen Wurzeln!“
Vorbei sind jetzt die Zeiten der Experimente, roher Thrash mit Todesaffinität soll regieren. So in etwa war die Aussage Lindstrands im Interview. Auch wenn man über die Klargesänge auf „Error In Evolution“ anderer Meinung als deren Schöpfer sein kann (und sie einfach gut, und nicht unpassend findet), Untödliches sucht man auf „Grim Tales“ vergebens.

Passende Unterstützung erhält diese brachiale Rückbesinnung auf „alte Tugenden“ in Form einer sauberen und drückenden Produktion aus der Klangschmiede des, mittlerweile mit allen Wassern gewaschenen Topproduzenten Jonas Kjellgren, der dank CARNAL FORGE ein alter Hase im Death/Thrash-Geschäft ist und weiß, in welches Licht ein solches Produkt gerückt werden will, um zu glänzen.

So überzeugend dass jetzt alles klingt (und eigentlich auch ist), ein bisschen enttäuscht bin ich ehrlich gesagt schon. Denn wo, und jetzt wird’s ernst, sind die Hits, General Grim? Bei aller Entwicklung die diese Band in ihrer jungen Karriere durchgemacht hat, an eingängigem Material, welches sich sofort im Ohr festgesetzt, und auch nicht gleich abgenutzt hat, hat es bei der ONE MAN ARMY bis jetzt nicht gemangelt.
Sicher, Tracks wie der Opener „Misfit With A Machinegun“, das straighte „Bonebreaker Propaganda“ oder die mit einem schön melodischen Refrain ausgestattete Mid-Tempo-Walze „Death Makes it All Go Away“, sind erste Güte, und fette Soli sowie eine allgemein sehr gute Instrumentalleistung gehören hier ohnehin zum Standard. Dennoch bin ich von dieser Band einfach noch mehr gewohnt (d.h.: gute neun Punkte)!

Jetzt aber genug der Ereiferung. ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET gehören mit ihrem Sound ja von vornherein zu den Guten. Und dass sie wieder ein Schippchen Brutalität zugelegt haben, stößt bei mir auch auf Befürwortung. Deshalb bleiben für dieses unterm Strich doch ziemlich gute Album acht Punkte.

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24.10.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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