Skeletal Remains
Interview zum neuen Album "Condemned To Misery"

Interview

Skeletal Remains

SKELETAL REMAINS sind wahre Senkrechtstarter im Bereich des Old-School Death Metal. Bereits ihr Debüt „Beyond The Flesh“ war ein überzeugendes Stück Metzelkunst. Das neue Album „Condemned To Misery“ legt noch eine Schippe drauf, so dass wir es uns nicht nehmen lassen, der Band auf den Zahn zu fühlen. Im Folgenden erfahrt ihr einiges über die Anfangstage von SKELETAL REMAINS, die Meinung der Band zu deutschen Festivals und darüber, wie Frontmann Chris vom rasanten Thrash bei FUELED BY FIRE zum brachialen Death Metal gefunden hat.

Hey Jungs! Ihr habt vor Kurzem euer Zweitwerk „Condemned To Misery“ auf die Metalwelt losgelassen. Wie ist euer Eindruck? Denkt ihr, das Album kommt gut an?

Bis jetzt haben wir nur positives Feedback bekommen und darüber freuen wir uns natürlich sehr. Ich denke, dass uns „Condemned To Misery“ als Nachfolger unseres Debüts sehr gut gelungen ist. Das Album ist genau so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben.

Im Jahr 2011 habt ihr als ANTROPOPHAGY angefangen. Was war der Grund für den Namenswechsel zu SKELETAL REMAINS?

Damals hatten wir schlicht eine andere Besetzung. Wir haben unser erstes Demo unter dem Namen ANTROPOPHAGY veröffentlicht, doch als Adrius und Adrian auf der Bildfläche erschienen sind, haben wir uns dazu entschieden, den Namen zu ändern. Sie wollten den Namen SKELETAL REMAINS schon lange für eine Band benutzen. Bereits in der Highschool haben sie versucht, etwas damit zu machen, aber es hat sich nie ergeben. So war es die perfekte Chance, SKELETAL REMAINS als neuen Bandnamen für uns zu nutzen, und ich denke auch, dass dieser besser zu uns passt.

„Condemned To Misery“ wurde, wie euer Debüt, über F.D.A Rekotz veröffentlicht. Wieso habt ihr euch erneut für dieses Label entschieden?

Ganz einfach: Wir hatten mit F.D.A Rekotz lediglich einen Vertrag über zwei Alben. Mit „Condemned To Misery“ endet dieser Vertrag. F.D.A sind aber ein tolles Label und sie haben uns so gut geholfen, wie sie nur konnten. Wir sind froh, dass wir die Möglichkeit hatten, unsere beiden Alben über dieses Label zu veröffentlichen. Jetzt wollen wir aber schauen, was die Zukunft für uns bereit hält.

Chris, es ist ja kein Geheimnis, dass du auch bei der Thrash-Metal-Band FUELED BY FIRE tätig bist. Du lebst also die Leidenschaft für den Thrash, genau wie für den Death Metal gleichermaßen aus. Wie kam es, dass du nach Jahren an der Gitarre bei FUELED BY FIRE mit SKELETAL REMAINS loslegen wolltest?

Chris: Ehrlich gesagt, war ich schon immer ein großer Fan des Death Metal. Unter allen Genres war der Death Metal seit jeher mein liebstes. Als mein guter Kumpel Mike mich gefragt hat, ob ich mit ihm eine Band starten will, habe ich natürlich ja gesagt. Für mich war das zu der Zeit nichts ernstes, da ich sehr beschäftigt mit FUELED BY FIRE war. Als Mike irgendwann die Band verlassen hat, hatte ich ein bereits aufgenommenes Demo am Start, welches fertig zur Veröffentlichung war. Ich brachte das Ding also heraus und habe derart gutes Feedback bekommen, dass ich das Projekt einfach fortsetzen musste. Adrius, Adrian und ich waren zu dem Zeitpunkt schon seit langer Zeit gute Freunde und in der ersten Band, in der ich aktiv war, spielte ich auch mit ihnen zusammen. Da hat es sich natürlich angeboten, die beiden wieder mit ins Boot zu holen. Da wir uns alle gut kennen, läuft die Arbeit innerhalb der Band entsprechend gut.

Skeletal Remains

Im Gegensatz zu FUELED BY FIRE übernimmst du bei SKELETAL REMAINS auch den Gesang. Hattest du schon immer eine Neigung zum Death-Metal-Gesang, oder wie kam das?

Chris: Eigentlich wollten wir jemanden haben, der den Bass und die Vocals gleichzeitig übernehmen kann, aber wir haben weder jemanden gefunden, der diesem Anspruch gerecht geworden wäre, noch jemanden, der überhaupt Interesse gehabt hätte, das Mikro in einer Death-Metal-Band zu übernehmen. Irgendwann war mir das Rumgesuche zu blöd und ich habe mich entschieden, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Ich hatte zwar keine Ahnung, was ich da überhaupt mache, da ich eigentlich kein Vokalist bin, aber im Nachhinein bin ich froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Wahrscheinlich wäre es mit jemand anderem nicht so gut gelaufen und ich versuche mich stetig zu verbessern.

Ihr habt 2013 auf dem Party.San Open Air in Deutschland gespielt. Wie findet ihr die Festivals hier bei uns im Generellen, und das Party.San Open Air im Speziellen? Viele deutsche und internationale Fans schätzen dieses Festival wegen seiner familiären Atmosphäre und der vergleichsweise geringen Größe. Wie ist euer Eindruck dazu?

Das Party.San ist eins der besten Festivals, auf denen wir je gespielt haben. Die Fans sind unglaublich und sie sind einfach da, um die Musik zu genießen. Wir hatten so viel Spaß, dort die Hütte mit den Fans abzureißen und auch Backstage mit einigen unserer Idole feiern zu können. Ich hoffe, dass wir erneut auf diesem Festival spielen können, denn ich kann nur Gutes darüber sagen. Andererseits haben wir auch schon auf einem kleinen Festival in Deutschland gespielt, das nicht so gut war. Wir haben den Platz direkt nach dem Headliner bekommen und dementsprechend waren nur noch einige Die-Hard-Fans vor der Bühne, die aber ziemlich cool drauf waren. Das war unsere erste Tour und wir haben nichts davon erwartet, aber als wir auf dem Party.San gespielt haben und eine riesige Masse an Leuten kam, um uns zu sehen, das hat uns umgehauen. Ich behaupte wirklich, dass das Party.San das beste deutsche Festival für Leute ist, die hauptsächlich wegen der Musik auf Festivals fahren.

Auf was legt ihr bei einem neuen Album besonderen Wert? Ihr spielt kantigen Old School Death Metal ohne Kompromisse. Doch wie geht ihr das Songwriting an? Gelegentliche Thrash-Metal-Anleihen kann man eurem Stil ja auch nicht absprechen.

Darüber machen wir uns keine großen Gedanken, das passiert alles ganz natürlich. Irgendwann kommt immer jemand und hat ein neues Riff am Start, mit dem wir dann anfangen zu arbeiten. Und bevor wir uns versehen, haben wir auch schon einen neuen Song geschrieben. Aber es gibt auch Zeiten, in welchen wir uns intensiver mit dem Schreiben neuer Stücke beschäftigen. Und ja, natürlich ist unsere Musik auch vom Thrash beeinflusst.

Wie sieht es mit einer Tour zum Album aus? Plant ihr etwas in diese Richtung?

Ja, wir wollen gerne so viele Shows spielen und so viel touren, wie es uns möglich ist. Wir sind mitten in den Planungen für Kram, den wir Anfang nächsten Jahres in Europa umsetzen wollen. Wir hoffen auch, dass wir nächsten Sommer wieder die Möglichkeit bekommen, auf ein paar Festivals zu spielen. Momentan sind das aber alles nur Ideen und wir möchten uns noch nicht festlegen. Wir hoffen, dass trotzdem alles klappt. Wir lieben es, live zu spielen, also mal schauen, was die Zukunft bringt.

„Condemned To Misery“ ist zwar gerade erst erschienen, doch wie sieht die Zukunft für SKELETAL REMAINS aus? Habt ihr schon Songs für ein kommendes Album am Start? Vielleicht sogar spezielle Ideen? KATAKLYSM haben zum Beispiel anlässlich ihres neuen Albums zu jedem Song ein Video veröffentlicht. Wie findet ihr solche Konzepte?

Wir hoffen natürlich, dass uns eine gute Zukunft bevorsteht und wir die Möglichkeit bekommen, an so vielen Orten aufzutreten, wie möglich. Wir haben schon neue Stücke geschrieben, doch wir müssen nun erstmal schauen, wann und wo wir neue Musik veröffentlichen. Da unser Vertrag mit F.D.A Rekotz ausgelaufen ist, müssen wir uns jetzt neu orientieren. Einen konkreten Plan haben wir da noch nicht. Wir werden aber natürlich weitermachen, neue Alben veröffentlichen und Auftritte spielen, das steht außer Frage.

Zum Konzept von KATAKLYSM: Ich denke, dass das mit den technischen Möglichkeiten heutzutage eine ziemlich coole Idee ist. Es ist zwar ein bisschen extrem, gleich ein Video für jeden Song zu produzieren, haha, aber wer weiß, vielleicht produzieren wir ja demnächst auch eines. Mal schauen.

Danke für das Interview! Mit „Condemned To Misery“ habt ihr, wie die Reaktionen von Fans und Medien zeigen, alles richtig gemacht. Macht weiter so! Wir sind gespannt auf euren künftigen Werdegang. Die letzten Worte gebühren natürlich euch.

Vielen Dank für das Interview und danke an alle Leute, die sich die Zeit nehmen, um es zu lesen. Ich hoffe, dass wir uns bald sehen!

Cheers and keep supporting!

21.08.2015

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