Toxic Taste
Ein guter Song bleibt ein guter Song, egal ob er in 8bit, 24bit oder in 3840trit's abgespielt wird

Interview

Nachdem die letzte Zusammenkunft etwas wortkarg ausfiel und ich feststellte, dass dieses Problem darauf zurückzuführen ist, dass mein Universaltranslator ganz offensichtlich beschädigt war, haben wir weder Mühe noch Kosten gescheut, um ein weiteres Treffen mit dem charismatischen Frontmann von TOXIC TASTE zu arrangieren, diesmal mit einer technisch einwandfreien Ausrüstung: metal.de exklusiv im Interview mit Sänger Marc Acid.

Toxic Taste

Peace, Marc! Nachdem wir bereits vor einiger Zeit das kurze Vergnügen hatten erste Details über TOXIC TASTE zu erfahren, sind wir jetzt etwas weiter und euer Debüt „Toxification“ kann käuflich erworben werden. Wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis?

Peace, Hombre! Rundum zufrieden!

Nun hat’s ja doch länger gedauert als geplant, euer Material auf unsere irdischen CDs zu pressen. Warum? Welche Probleme gab’s denn? Was hat euch so lange aufgehalten?

Tjaaa…die Audiotechnik, die auf der Erde immer noch verwendet wird, ist technisch gesehen gar nicht in der Lage unsere Aufnahmequalität widerzugeben. Dennoch haben wir es mit viel Zeit und Mühe geschafft und sind, wie schon gesagt: „Rundum zufrieden.“

Unser Review hast du sicherlich bereits gelesen, aber habt ihr auch schon andere Reaktionen erhalten? Wie sind denn bisher die Meinungen zu „Toxification“ ganz allgemein?

Offensichtlich mögen die Erdlinge unsere Musik. Alles was bisher an meine Ohren drang war von köstlicher Natur und hat mich sehr erfreut. Unsere befreundeten Erdlinge haben auch von ihren Freunden, Bekannten und Kollegen durchaus positive Feedbacks bekommen. Natürlich haben dabei unterschiedliche Personen ganz verschiedene Lieblingssongs. Besonders zu bemerken ist allerdings, dass alle Altersgruppen, von 16 – 360 Jahre, die Musik abfeiern können. Für jeden ist also etwas dabei.

Die CD ist zunächst exklusiv über euch bzw. auch beim Ballroom Hamburg erhältlich und viele Leute haben mich gefragt, ob das Album auch noch über Amazon oder EMP zum Beispiel erhältlich sein wird. Ich möchte diese Frage also hiermit an dich weiterreichen. Wird das gute Stück Plastik denn auch noch über andere Online-Stores oder Läden verkauft, und wenn ja, ab wann kann man damit rechnen?

Im Moment entwickeln sich die Dinge und ich kann, was die Vermarktung auf eurem Planeten betrifft, noch nichts Konkretes sagen. Nur so viel… „Toxification“ gibt es zur Zeit wirklich exklusiv nur beim O.T.T.O., dem Official Toxic Taste Office. Da arbeiten wir mit einem absoluten Spitzen-Team zusammen. Yeah! Raise your Glass to Rock’n’Roll!!! (Anm. d. Red.: In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass „Toxification“ auch über iTunes, eMusic, Napster, Amazon MP3 und ähnliche Music-Stores erworben werden kann.)

Was mich ein wenig wundert, und nachdem ich die CD jetzt schon viele Male rauf und runter gehört habe, ist, dass die Songschnipsel auf MySpace kaum repräsentativ sind, da die Qualität zum Einen wirklich schlecht ist, zum Anderen aber auch die tatsächliche Atmosphäre der Full-Length-Songs nicht einmal annähernd eingefangen wird. Wollt ihr nicht mal einen kompletten Song online stellen, damit sich potentielle Fans und Kritiker ein angemesseneres Bild machen können?

Qualität hin oder her, ein guter Song bleibt ein guter Song, egal ob er in 8bit, 16bit, 24bit oder wie bei uns in 3840trit’s abgespielt wird. Außerdem kosten unsere Raum- und Zeitreisen nicht gerade wenig, und wer die kompletten Songs hören möchte, sollte sich die CD einfach kaufen.

OK, dann lass uns jetzt über einige der Songs von „Toxification“ sprechen: War es eigentlich beabsichtigt, den alten Kim Carnes-Klassiker „Bette Davis Eyes“ im Intro zu „N.C.R.“ wieder aufleben zu lassen, oder sind die Ähnlichkeiten unbeabsichtigt?

Wer ist Kim Carnes? Ein Erdling? Nie gehört. Alle Ähnlichkeiten sind purer Zufall. Mann… Irgendwie kalt hier, ich mach mal die Heizung an. So. Eigentlich ist das Intro der Song, nur mit Gitarre ein bisschen langsamer gespielt. Äh…ja!

Welche Inspirationen haben euch beim Titel „Toxic Taste“ geritten?

Dieser Track basiert auf einem alten Kinderreim, direkt aus Neon City! (fängt an zu summen)

Und was steckt hinter „She’s A Rock“? Die Lyrics sind ja sowas von abgefahren! Ist dir das, was du dort singst, vielleicht sogar selbst passiert? Erzähl mal!

Also der Song selbst ist bereits die Geschichte. Natürlich musste das ausgerechnet mir passieren (stöhnt vor sich hin). Das war vielleicht ein Reinfall… Erst denkst du: „Yeah, Baby, yeah! Super, lechz, jetzt habe ich die ultimative Traumfrau gefunden!“, und dann stellt sich heraus, dass das nur ein Blecheimer ist… Ächz! So ein Mist aber auch, die Dinger sehen wirklich zu scharf aus! Aber das Universum ist ja bekanntlich ziemlich groß, und da wird sich sicherlich schon was Passendes finden…! (lacht)

Ihr habt also keine festen Freundinnen?

(rollt mit den Augen und schaut geknickt) Hör dir „She’s A Rock“ an, dann weißt du es…

(lacht) Nagut… Wieder zurück zum Album: Im Booklet finden sich ein paar schöne Fotos von dir, T.T. und Andy, aber keine von Francis und Bob. Dabei hatte ich mich schon so darauf gefreut… Ich weiß, du hast mir bereits beim letzten Mal gesagt, dass die beiden eine Blitzlichtallergie haben, aber was macht ihr denn, wenn ihr live auftreten wollt? Und ich hoffe doch, dass man euch bald auch mal live erleben wird…?

Natürlich wirst du uns auch live erleben! Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck – und jetzt halt dich fest – an Ganz-Kopf-Sonnenbrillen für Bob und Francis! Die Beiden haben schon die Prototypen im Proberaum getestet, klagen aber über Atemnot und schlechte Sicht. Naja, wie gesagt, unsere Techniker arbeiten noch daran…

Das wollte ich eigentlich bereits beim letzten Mal fragen… Wie entstand der Bandname: TOXIC TASTE?

Unser Bandname entstand aus unserer Vorliebe für abgefahrene Cocktails…magst du mal probieren? (zeigt auf einen dampfenden, übelriechenden Erlenmeyerkolben hinter sich)

Äh…nein, danke! Ich muss noch fahren! OK, kommen wir langsam zum Ende. Was würdest du heute vermutlich machen, wenn du nicht Musiker geworden wärst?

Wir haben in Neon City ein riesiges Freibad, das Bob Beastly gehört. Ich besuche es so oft ich kann, denn da gibt es die absolut schönsten Frauen, die unser Planet zu bieten hat. Ich wäre sicherlich Bademeister in diesem Super-Freibad geworden! Du müsstest mal meine Ente vom Einer sehen, ein absoluter Hingucker sag‘ ich dir! So wie ich macht die keiner! (schaut grimmig, mit Wahnsinn im Blick)

OK… Noch etwas ganz Aktuelles: Was hälst du eigentlich von der Aktion Ace Frehley (Ex-KISS) ins All zu schießen, damit er von dort aus ein Konzert direkt auf die Erde überträgt?

Ace im All? Stark! Das ist eine riesige Idee. Er wird dort bestimmt viele Fans treffen. Ich steh auf den Kerl und seine Musik…

Was läuft am Wochenende in Neon City?

Hör dir den Song „Rock’n’Roll“ an, dann weißt du es. Und danach geht es mit „Midnight Rodeo“ weiter… (grinst)

Das hatte ich mir doch schon fast gedacht… Und? Wo hängt ihr am liebsten ab?

Wenn du mal etwas Zeit hast, beam dich zu T.T. Poison’s Bar & Grill!

Vielen Dank für das Interview!

Ja, das war schön! Viele Grüße vom Rest der Band und auf ein baldiges Wiedersehen!

24.01.2009

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