Witherscape
Grundlegender Horrorstoff - Interview mit Dan Swanö zu "The Northern Sanctuary"

Interview

Mit „The Northern Sanctuary“ läuten Dan Swanö und Ragnar Widerberg eine neue Runde ihres gemeinsamen Projekts WITHERSCAPE ein. Das zweite Album bietet erneut hochwertigen Progressive Dark Metal, der nicht selten in Teilen an die anderen (teils ehemaligen) Betätigungsfelder EDGE OF SANITY, NIGHTINGALE und MOONTOWER von Dan erinnert, und führt die von Paul Kuhr (NOVEMBERS DOOM) gesponnene Geschichte von „The Inheritance“ und „The New Tomorrow“ 50 Jahre später fort. Unsere Fragen beantwortete Dan Swanö.

Bitte erzähle uns, wie die Geschichte von „The Inheritance“ auf dem neuen Album „The Northern Sanctuary“ weitergeführt wird!

„The New Tomorrow“ führt einen neuen Charakter hinzu, den weißen Mann, und dieser kaufte das Haus aus dem ersten Album bei einer Auktion. Was man auf diesen Songs auch hören kann, welche den Bassisten Aron Oskarsson enthalten, welcher im tatsächlichen Leben selbst Auktionator war und übrigens der Vater von Erik ist, welcher in NIGHTINGALE spielt. Er kauft also diesen Ort und öffnet die Stätte für Leute, welche den Frieden und die Ruhe von Nordschweden benötigen, aber das böse Wesen des ersten Albums lauert noch immer in den Schatten und nimmt von ihm Besitz, bringt ihn zum Ende der Welt. Grundlegender Horrorstoff.

Paul Kuhr von NOVEMBERS DOOM hatte wieder seinen Anteil an den Songtexten. Wie wurde er eigentlich damals Teil als Texter von WITHERSCAPE?

Ich mixe die Alben von NOVEMBERS DOOM nun bereits seit ca. zehn Jahren und die Texte von Paul waren immer großartig. Als es zu diesem Projekt kam fühlte ich, dass ich Hilfe benötigen würde, was die Texte anbelangt, damit ich mich ausschließlich auf die Musik konzentrieren konnte. Er konnte sich mit „The Inheritance“ und die EP „The New Tomorrow“ unter Beweis stellen. Nun hat er mehr zu sagen, er durfte die festlegen, wie die Geschichte angelegt ist und für das dritte Album erhält er freie Herrschaft über das gesamte lyrische Konzept!

Hast du die Musik zu „The Northern Sanctuary“ zusammen mir Ragnar geschrieben? Wie und in welcher Zeit entstanden die neuen Songs von WITHERSCAPE?

Ich schrieb dieses Mal das meiste Material aufgrund des chaotischen Zeitplans alleine, aber Ragnar hat bei genügend Material mitgewirkt, um einen kompletten Song und die besten Teile des Titelsongs durch ihn zu haben.

Was kannst du uns über die Produktion erzählen?

Das war spaßig und gleichzeitig unglaublich anstrengend und schmerzhaft! Ich nahm Ragnars Bass, Gitarre und Solos in Schweden während einiger Besuche, die Ende 2014 begannen, auf. Danach nahm ich meine Sachen in meinem Mix-Raum auf.

Worin siehst du selbst die Unterschiede zwischen „The Northern Sanctuary“ und „The Inheritance“?

Die Unterschiede sind nicht so groß aus einer entfernten Perspektive gesehen, aber im Detail gibt es viele kleine Veränderungen. Das erste Album hat viele Songs mit ziemlich ungewöhnlichen Arrangements, das neue Album ist direkter auf den Punkt mit Intro/Vers/Bridge/Refrain usw. Das Debüt enthält viele Gastmusiker, auf dem neuen Album hört man nur uns beide. „The Inheritance“ hatte einen sehr erdigen und trockenen Sound, „The Northern Sanctuary“ ist flüssig und groß. Vorher hatte ich viele Trommeln zu schlagen und spielte meinen inneren Neil Peary wann immer ich konnte, dieses Mal hatte ich ein Basisschlagzeug mit einer Tom und einer Floortom und spielte viel weniger, alles um dem Song zu dienen! Wir hatten vorher trockene Gesänge in einem Versuch, dieses Album enthält gedoppelte Gesänge mit zweifachen Takes pro Linie, viel Hall und Delay um es episch klingen zu lassen! Kleine Dinge, die den Unterschied machen!

Der Titelsong ist ja auch für WITHERSCAPE wirklich sehr episch ausgefallen! Was kannst du uns über die Idee dahinter und seine Entstehung erzählen?

Ich fühlte, dass noch etwas bei der angedachten Trackliste fehlen würde und hatte noch so viele fantastische Ideen mit zu viel eigener Identität, die übrig waren von den eher typischen Grundstruktur-Songs. Und diese Art von Arrangement erlaubt es jedem Teil dahin zu wachsen, was es werden möchte und schlägt die Brücke zur nächsten epischen Idee, ohne in eine Verse oder Refrain transformiert werden zu müssen. Das sind nur Teile die sich zusammenfügen – wie die Kapitel eines Buches!

Was kannst du uns über das Coverartwork und seine Verbindung mit den Texten erzählen?

Es ist das große Finale. Es zeigt das Ritual, welches der besessene Mann in Weiß für das Dimensionsportal vollzieht, um es für das Wesen zu öffnen, damit es zurück nach Hause fliegen kann, nachdem es unbeabsichtigt hier seit den Anfängen der Zeit gefangen war.

An welchen anderen Bands und Projekten arbeitest du gerade oder hast du geplant.

Ich habe eine riesige Ladung in meinem Mixraum, checkt www.unisound.se für mehr Updates. Was mein eigenes Zeug anbelangt hoffe ich, für euch Leute was richtig brutales und böses im kommenden Jahr zusammenzustellen. Nehmt euch in Acht 🙂

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

Danke! Unterstützt den Krieg gegen den Loudness-Krieg, indem ihr das Mediabook kauft und den Leuten mitteilt, dass Musik besser ohne Begrenzer klingt! Rock on!

12.08.2016

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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2 Kommentare zu Witherscape - Grundlegender Horrorstoff - Interview mit Dan Swanö zu "The Northern Sanctuary"

  1. Andy sagt:

    Ganz ehrlich, ein Interview aus dem Englischen 1:1 zu übersetzen, macht an vielen Stellen einfach überhaupt keinen Sinn. „für das dimensionale Portal“ – für das Dimensionsportal, Mensch!

  2. Markvs sagt:

    „Unterstützt den Krieg gegen den Loudness-Krieg, indem ihr das Mediabook kauft und den Leuten mitteilt, dass Musik besser ohne Begrenzer klingt!“

    Loudness-Krieg? Begrenzer? Wie man einen „Limiter“, also in der Tontechnik ein auch hierzulande mit eben diesem Englischen Begriff versehenes Gerät, direkt mal 1:1 übersetzen kann entzieht sich meinem Verständnis.

    Genau wie der Begriff Loudness-War eben so heißt. Krieg gegen den Loudness-Krieg… Oh Mann, da durfte wohl der Praktikant ohne jedes Hintergrundwissen sich mal mit Langenscheid und Google Translator an einer Übersetzung versuchen…