Apocalyptica
Apocalyptic Symphony live in Berlin

Konzertbericht

Billing: Apocalyptica
Konzert vom 18.03.2014 | Tempodrom, Berlin

APOCALYPTICA gehören auch nach zwei Dekaden noch zu den Ausnahmebands der Metalszene. 1993 als Spaßprojekt gegründet, um auf Parties Coversongs von METALLICA auf vier Cellos zu spielen, entwickelte sich APOCALYPTICA schnell zu einer eigenständigen Band. Auf Grund des Erfolges war es den Bandmitgliedern bald nicht mehr möglich in den Orchestern, in denen Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso während ihrer Studienzeit mitwirkten, zu spielen. Zu diesen Orchestern gehörte das Avanti! Orchestra, mit dem APOCALYPTICA nun im Rahmen der Apocalyptic Symphony Tour europäische Konzerthallen beehren.

Apocalyptica

Die Idee, mit einem Orchester auf Tour zu gehen, entstand durch ein Konzert, das die Band 2012 mit dem Lahti Symphony Orchestra in Hollola (FI) gab und das „Wagner Reloaded“ Multimediaprojekt, das zum 200. Geburtstag von Richard Wagner letztes Jahr in Leipzig uraufgeführt wurde. Während Eicca für „Wagner Reloaded“ neue Musik komponierte, war der Gedanke hinter Apocalyptic Symphony APOCALYPTICA-Songs neu zu arrangieren und mit einem Orchester aufzuführen.

Insgesamt umfasst die Tour zwölf Konzerte, zwei davon finden in Deutschland – Hamburg und Berlin – statt. In Berlin gastiert die Apocalyptic Symphony in einer der schönsten Berliner Konzerthallen, dem Tempodrom. Entsprechend dem Rahmen eines klassischen Konzertes ist der Innenraum bestuhlt – nichtsdestotrotz sieht man den ein oder anderen Konzertbesucher headbangen – und es gibt eine Pause, in der das Publikum laut Eicca Kaffe und Kuchen konsumieren könne. Nikotin, Alkohol, Merch und Toilette scheinen aber mehr Zuspruch beim Publikum zu finden.

Galerie mit 28 Bildern: Apocalyptic Symphony

Das Konzert beginnt kurz nach 20:00 Uhr mit dem Prelude „Farewell To Cohkka“, einer Kombination der zwei älteren Stücke „Farewell“ und „Cohkka“ mit neuen Elementen. In der ersten Hälfte des Konzertes hören wir u. a. das vor dieser Tour noch nie live gespielte „Ural“, das METALLICA-Cover „Fight Fire With Fire“ und „Birth Pain“ aus „Wagner Reloaded“. Mit dem progressiven „Rage Of Poseidon“ im Ohr wird das Publikum nach einer knappen Stunde in die Kaffe-und-Kuchen-Pause geschickt.

Den Einstieg in den zweiten Konzertteil bildet Perttu’s ruhiges Cellosolo „Psalm 1“ das nahtlos in „Lullaby“ – einem weiteren Stück aus „Wagner Reloaded“ – übergeht. Mit „Bittersweet“ folgt eines der bekanntesten APOCALYPTICA-Lieder, bei dem das Publikum an diesem Abend den Gesang – im Original von Ville Vallo und Lauri Ylönen – übernimmt denn APOCALYPTICA haben für diese Tour keinen Sänger mitgenommen. Auf Grund dessen kann man die Musik vollkommen geniessen und sich auf die veränderten Kompositionen konzentrieren. Der zweite Teil der Apocalyptic Symphony enthält zudem den APOCALYPTICA-Klassiker „Path“ vom 2000 erschienenen Album „Cult“ und SEPULTURAs „Inquisition Symphony“.

Die wahren Highlights heben sich APOCALYPTICA jedoch für die Zugabe auf. Zum einen das sehr gefühlvoll dargebotene „Nothing Else Matters“, bei dem wiederum das Publikum den Gesang übernimmt. Und zum anderen ein wirklich klassisches Stück als krönenden Abschluss: „In Der Halle Des Bergkönigs“ aus Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suite No.1“, das durch einen Einschub der „Ode an die Freude“ aufgepeppt wird. Ein würdiges Ende für ein hervorragendes Konzert, an dem offenkundig nicht nur das Publikum sondern auch die Musiker ihre Freude hatten.

22.03.2014

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