Deadlock
All That Remains, The Haunted
Konzertbericht
Auf die nächste Band bin ich ziemlich gespannt, denn über das Sextett ist mir schon so einiges Gutes zu Ohren gekommen, sehr sympathisch sollen DEADLOCK sein und eine Liveband, die ordentlich abgeht. Sie lassen sich denn auch heute Abend nicht lange bitten, die Truppe aus Bayern stürmt gutgelaunt die kleine Bühne der Röhre. Sie existiert seit 1997 und mit der EP „I’ll Wake You When Spring Awakes“(2000) konnte man erstmals breitere Aufmerksamkeit auf sich ziehen; im vergangenen Jahr erschien mit „Manifesto“ ihr mittlerweile vierter Langspieler. Wüßte man jetzt nichts über DEADLOCK könnte man beim Anblick insbesondere der männlichen Bandmitglieder leicht auf die Idee kommen, daß jetzt gleich Hardcore gespielt wird, die Optik der Herren ist zum Großteil in dieser Richtung angesiedelt. Außerdem ist man bei DEADLOCK in Straight Edge-Gefilden unterwegs, was der gemeine Schubladendenker ja auch schnell in die HC-Ecke steckt.
Aber es kommt anders, was wir die nächste halbe Stunde zu hören bekommen ist moderner melodischer Death Metal. Herausstechend ist hier der Wechsel zwischen dem Growlgesang, den Johannes Prem beisteuert, und den klaren, in höheren Lagen angesiedelten Vocals von Sabine Weniger. Das heißt, soweit es der Sound mitmacht, und der ist heute Abend nicht herausragend, so daß Sabines Gesang fast komplett untergeht beziehungsweise irgendwie deplaziert in der Luft hängt. Zugegeben ist diese Kombination Growls/weiblicher Klargesang nicht unbedingt mein Geschmack, dennoch kann man nicht abstreiten, daß die Songs der Formation dadurch durchaus an Reiz und Eigenständigkeit gewinnen. Die Musik hebt sich nicht wesentlich vom gängigen Standard dieser Sparte ab, wenn auch die Jungs an den Instrumenten durchaus mit einigem Können zu Werke gehen.
Was DEADLOCK aber ohne Zweifel sehr gut hinbekommen, das ist in der Röhre eine Hammerstimmung loszutreten. Besonders Johannes wird nicht müde, über die Bühne zu toben und die sehr zahlreich vor der Bühne versammelten Fans anzuheizen. Einen besonderen Gast hat die Band heute Abend dabei, am Bass steht Bartosz, der dem einen oder anderen sicher durch FEAR MY THOUGHTS bekannt sein dürfte. DEADLOCK hatten vor einigen Wochen ihren Bassisten eingebüßt, so daß Bartosz auf der Tour mit THE HAUNTED und ALL THAT REMAINS aushilft; inzwischen ist aber auch ein neuer fester Mann für den vakanten Posten gefunden, wer das allerdings ist, das hat die Band bisher noch nicht verraten. Alles in allem ein guter Gig, auch wenn die Songs mich – auch Dank schlechtem Sound – nicht wirklich vom Stuhl gehauen haben. Das Publikum sieht das etwas anders, es hagelt „Zugabe“-Rufe, die allerdings ungehört bleiben, was vermutlich weniger an der Spielbereitschaft der Band liegen dürfte.
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