Eternal Death Rituals Part II
Drei Bands und ein Krankheitsfall

Konzertbericht

Billing: Fleshcrawl, Soul Grinder und Discreation
Konzert vom 20.02.2026 | Amadeus, Oldenburg

Die „Eternal Death Rituals“-Tour startete 2024 und steht für Death Metal in kuscheligen Venues. Konstanten im Line-up sind SLAUGHTERDAY und SOUL GRINDER. Erstere wollten ihr neues Album „Dread Emperor“ live vorstellen, mussten die ersten beiden Termine jedoch krankheitsbedingt absagen. Gute Besserung! Den Headliner geben diesmal FLESHCRAWL, als Opener sind DISCREATION dabei – genug Stoff zum Haare fliegen lassen.

DISCREATION eröffnen die Eternal Death Rituals

DISCREATION sind seit 2001 aktiv. Konstanten im Line-up sind Peter Frick am Bass und Sebastian Schilling an der Gitarre, die seit fast 25 Jahren dabei sind. Häufig wechselte dagegen der Gesang. Für das aktuelle Werk „Iron Times“ verpflichtete die Band Marc Grewe (ex-MORGOTH, DEIMOS‘ DAWN), der 2025 wieder ausstieg. Seitdem steht Frontfrau Skadi am Mikrofon und sang den aktuellen Output für einen digitalen Re-Release neu ein.

Entsprechend viele Stücke stammen von „Iron Times“. Skadi interpretiert sie stark, liefert Growls und Screams und gibt ihr Bestes, das unterkühlte norddeutsche Publikum anzuheizen. Dieses setzt heute eher auf gemütliches Bangen und Biertrinken, applaudiert jedoch brav nach allen Songs. DISCREATION spielen gut 30 Minuten und heizen die Menge an.

SOUL GRINDER sind gewohnt stark

Die Bremer SOUL GRINDER waren zuletzt häufig rund um ihre Homebase zu sehen: beim hansemosh, beim CRAVING-Geburtstagsfest oder bei den Arkham Auditions in der Zollkantine. Die Band spielt sich die Finger wund – und liefert erneut einen starken Gig ab. Ihr aktuelles Album „Frozen Halls“ bietet Hits am Fließband, Stücke wie „Amorphous Blight“ oder „Malevolent Reality“ werden zu Bandklassikern.

Auch älteres Material wie das augenzwinkernd als Ballade bezeichnete „Spirit’s Asylum“ fordert die Nackenmuskeln. Zwischen locker-freundlichen Ansagen reiht die Band Hit an Hit. Trotz hoher Lautstärke ist der Sound gut, sodass auch die orchestralen Elemente zur Geltung kommen. SOUL GRINDER sind ständig unterwegs – hoffentlich zahlt sich diese Omnipräsenz aus. Verdient hätten sie es.

FLESHCRAWL ballern sich durch 35 Jahre Death Metal

FLESHCRAWL gründeten sich 1987 als MORGÖTH und firmieren seit 1991 unter ihrem heutigen Namen. Einzig dauerhaftes Mitglied ist Schlagzeuger Bastian Herzog. Sänger Sven „Svenson“ Gross, seit 1997 dabei, starb 2021 viel zu früh an Krebs.

Neuzugang Boris Sarafutgyinov tritt in große Fußstapfen, füllt sie aber überzeugend. FLESHCRAWL servieren eine Schlachtplatte aus allen Schaffensphasen. Das aktuelle Album „Into The Catacombs Of Flesh“ ist jedoch kaum vertreten. Mit „Blood Dominion“ gibt es einen neuen Track, der sich nahtlos in die Setlist einfügt. Die Band arbeitet an einem neuen Album; ist dieser Song repräsentativ, erwartet uns eine weitere starke Todesblei-Mahlzeit.

Oldschool-typisch spielen sie ein, zwei Nummern am Stück, während ihr Fronter die Pausen mit flotten Sprüchen überbrückt. Das Publikum zeigt sich etwas bewegungsfaul, applaudiert, pfeift und grölt jedoch enthusiastisch. Zum Abschluss folgt mit „Slaughter At Dawn“ eine Zugabe, bevor FLESHCRAWL nach 80 Minuten die Bühne verlassen.

Damit ist die zweite Ausgabe der „Eternal Death Rituals“-Tour ein Erfolg, auch wenn SLAUGHTERDAY schmerzlich fehlten. Hoffen wir, dass sie bei der dritten Auflage wieder dabei sind.

22.02.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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