Impericon Festival III
Festivalbericht 2013

Konzertbericht

Billing: Adept, Architects, Attila, August Burns Red, Callejon, Chelsea Grin, Emmure, Heaven Shall Burn, Hundredth, Obey The Brave, Stick To Your Guns und The Sorrow
Konzert vom 20.04.2013 | AGRA, Leipzig

Impericon Festival III

Die dritte Ausgabe des Impericon Festivals gastierte in diesem Jahr erneut auf dem AGRA-Gelände in Leipzig und bot seinen 5.000 Besuchern das mittlerweile standesgemäß starke Line-Up. Neben etablierten Metalcore- und Hardcore-Acts wie THE SORROW, ADEPT, STICK TO YOUR GUNS, EMMURE oder AUGUST BURNS RED durften sich die Fans außerdem auf die offizielle Record-Release-Show der deutschen Metalcore-Pioniere HEAVEN SHALL BURN freuen, die ihr neues Album „Veto“ im Gepäck hatten. Als weiteres Highlight standen zudem CALLEJON auf dem Programm, die ebenfalls seit einigen Monaten auf einer Welle des Erfolges schwimmen.

16 Bands in knapp 14 Stunden – entsprechend früh öffneten im Leipziger Süden die Pforten. Die Straßen rund um das Festivalgelände waren aber auch um zehn Uhr vormittags bereits gesäumt von zahlreichen Fans, die sich die ersten Acts nicht entgehen lassen wollten. Klar natürlich, dass sich viele Konzertbesucher für das Event ordentlich in Schale geworfen hatten – wohl der komplette Streetwear-Katalog von Impericon war live und in Farbe zu bestaunen. Und wer noch nicht das passende Lieblings-Shirt seiner Band hatte, der besorgte sich eins am prall gefüllten Merch-Stand.

Einige Bands konnte ich leider nicht vor der Bühne verfolgen – schuld waren unter anderem die Listening Session zum neuen Album von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER, die vor Ort stattfand, und mein kurzzeitig verschollenes Presse-Bändchen, das nach gemeinsamer Kurzrecherche mit dem hilfsbereiten und freundlichen Einlass-Personal aber wieder auftauchte. Den Opener des Festivals, die Post-Hardcore-Jungs von BURIED IN VERONA, den Hardcore-Fünfer BRUTALLITY WILL PREVAIL und das US-amerikanische Deathcore-Quintett ATTILA konnte ich so aber nur aus der Ferne verfolgen. Letztere legten nach Aussagen von mehreren Besuchern eine großartige Show auf die Bretter – dem gewaltigen Dröhnen nach zu urteilen, das aus der Festival-Halle zu mir herüberklang, haben die Jungs zweifelsohne ordentlich Gas gegeben.

Zu den brachialen Klängen von BREAKDOWN OF SANITY fand ich mich dann vor der Bühne ein. Die Schweizer fahren ein ordentliches Brett, der Sound ist gut – und die ersten Reihen feiern bereits wie besessen. Starke Show der Eidgenossen! Noch besser gefallen mir im Anschluss aber die Jungs von HUNDRETH. Die waren mir bis zu diesem Tag überhaupt kein Begriff, aber die wuchtig-melodischen Songs des US-Fünfers können mich auf Anhieb überzeugen. Ich nehme das als Anlass, mich in Zukunft mal eingehender mit dieser Band zu beschäftigen.

Impericon Festival III
Foto: JANO PTGY

Im Anschluss betreten die Österreicher THE SORROW die Bühne und bieten eine sehr souveräne Show. Die Band hat sichtlich Spaß, vor allem weil die ersten Reihen jeden Song wirklich frenetisch abfeiern. Ein äußerst energetischer und kurzweiliger Gig von Mathias Schlegel & Kollegen.

Impericon Festival III
Fotos: Anton Kostudis

Einige Wermutstropfen gab es dann aber doch: Der Sound war für meine Begriffe bei einigen Bands einfach zu laut und undifferenziert. Vor allem die CALLEJON-Show hatte darunter ein wenig zu leiden. Viel schlimmer aber noch ist die Tatsache, dass es laut Augenzeugen- und Polizeiberichten vereinzelt zu gewaltsamen Übergriffen auf Festivalbesucher sowohl auf als auch um das Festivalgelände herum gekommen sein soll. Die Verantwortlichen scheinen nach Auskunft einiger Zeugen keine Fans des Festivals gewesen zu sein – denn die verhielten sich allesamt friedlich, auch wenn es vor der Bühne im Eifer des Gefechts sicherlich einige blaue Flecken und blutige Nasen gegeben hat. Zielgerichtete Gewalt hingegen hat auf Konzerten einfach nichts zu suchen! Hier bleibt zu hoffen, dass die Täter schnell identifiziert und aus dem Verkehr gezogen werden.

Dennoch war das dritte Impericon Festival insgesamt betrachtet ein voller Erfolg – mit tollen Bands, einem tollen Publikum und einer reibungslosen Organisation haben die Initiatoren in Leipzig ein Highlight der deutschen Konzertlandschaft etabliert. Man darf sich schon jetzt auf die vierte Ausgabe freuen.

04.05.2013

"Am Ende isses immer Arbeit."

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