Samael und Hangman's Chair
Hegemony Tour 2019

Konzertbericht

Billing: Samael und Hangman's Chair
Konzert vom 07.05.2019 | Universum, Stuttgart
Samael - Hegemony European Tour 2019

Samael – Hegemony European Tour 2019

19 Monate nach der Veröffentlichung von „Hegemony“ befinden sich SAMAEL auf Tour zu dem Album, denn bisher gab es nur diverse Festivalauftritte. Das wollten die Schweizer nun ändern und haben zwölf Konzerte an zwölf Tagen in fünf Ländern gebucht. Der Tourstart dafür findet an einem Dienstag in Stuttgart statt.

HANGMAN’S CHAIR eröffnen den Abend vor nur wenig Zuschauern.

Begleitet werden die Schweizer von den Franzosen von HANGMAN’S CHAIR, die im letzten Jahr mit „Banlieue Triste“ ihr viertes Album veröffentlicht haben, also auch keine Neulinge mehr sind. Trotzdem ist das Universum zum Konzertstart um 20 Uhr nur sehr spärlich gefüllt, was sich aber im Laufe des Abends dann doch noch zum Positiven ändern wird. Instrumental zocken HANGMAN’S CHAIR düsteren Stoner Rock mit Gothic Einsprengseln und Passagen an der Grenze zur Härte des Dooms oder Sludges. Nur der Gesang geht eher Richtung zuckersüßen Gothic anstatt dreckigen Stoner Rocks. Trotz der Andersartigkeit des Sounds im Vergleich zur Hauptband, kommen die Franzosen gut in Stuttgart an und unterhalten sich im Anschluss ausführlich am Merchandise mit den Fans.

Währenddessen wird die Bühne für SAMAEL umgebaut, im Hintergrund werden senkrechte Reihen von Lampen montiert, davor stehen die Überreste eines Schlagzeuges. SAMAEL spielen zwar lange schon nicht mehr mit Drummer, aber Keyboarder Xy darf bei ein paar Songs mal auf die Kessel schlagen.

Bei SAMAEL ist das Universum dann gut gefüllt.

Mit dem Opener-Doppelpack „Hegemony“ und „Samael“ beweisen die Schweizer wohin es diesen Abend gehen soll, beide Songs stammen von der aktuellen Platte und am Ende werden fünf der 19 Songs des Abends ganz aktuelles Material sein. Aber SAMAEL wären nicht SAMAEL wenn man nicht bis zur „Ceremony Of Opposites“ zurückgehen würde und von dem Album von 1994 auch drei Songs spielen würde. Diese kommen allerdings in einem anderen Gewand rüber, denn mit der Musik von 1994 haben SAMAEL 25 Jahre später nicht mehr viel zu tun. Während des Konzertes stellt sich oft die Frage ob das denn noch irgendwie Metal ist oder wie man die Musik von SAMAEL jetzt beschreiben soll. Denn auch bei den alten Songs wandern die Gitarren arg in den Hintergrund, so dass Sänger Vorph oft beide Hände frei hat um das Publikum anzufeuern. Und das frisst ihm aus der Hand, hier scheint niemand wegen der alten oder der neuen Songs gekommen sein, die Leute sind wegen der Band SAMAEL da und von dieser werden sie 90 Minuten bedient. Der Sound ist gut, die Stimmung ist gut, die Bühne und das Licht sind spartanisch, aber passend zur Musik und SAMAEL bringen die Songs gut rüber. Was will man bei einem Tourauftakt an einem Dienstag mehr?

Setlist SAMAEL:
Hegemony
Samael
Rain
Slavocrcay
Luxferre
Angel of wrath
Rite of renewal
The one who came before
Solar Soul
Son of earth
In the deep
Infra Galaxiaac
Reign of light
Year zero
Ave!
Black supremacy

Ceremony of opposites
Baphomet’s Throne
My Saviour

19.05.2019

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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