Almanac - Rush Of Death

Review

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Das Rennfahren ist sein Ding – darauf verweist auch der Titel des neuen ALMANAC Albums „Rush Of Death“ von Victor Smolski. Die Besetzung wurde bereits zuvor erneuert: Seit 2018 neu dabei sind Sänger Patrick Sühl (Ex-GUN BARREL, PANTALEON) und Schlagzeuger Kevin Kott (AT VANCE, MASTERPLAN), Bassist Tim Rashid stieß bereits 2017 zur Band, die mit Sängerin Jeanette Marchewka komplettiert wird. Für „Rush Of Death“ wurden für zusätzliche Gesänge noch Frank Beck (GAMMA RAY) und Marcel Junker (ANAM), der dezent einige Growls hinzufügt, verpflichtet. Für Stimmvielfalt ist also gesorgt.

„Rush Of Death“ – das dritte Album von ALMANAC

In „Rush Of Death“ geht es um Gladiatorenkämpfe, Siegeswille, Mut, Todesverachtung sowie deren Transferierung in die Gegenwart, in welcher Victor die Rennfahrer als heutige Gladiatoren sieht, welche dieselben Tugenden mitbringen müssten als auch den Adrenalinrausch. Die Befassung mit Geschichte war zwar auch auf den vorherigen Alben von ALMANAC Thema, aber das neue Album nimmt nun eine andere Perspektive ein. Auch musikalisch ist „Rush Of Death“ ein gewisser Bruch oder auch Weiterentwicklung, wozu sicherlich auch die erneuerte Mannschaft beigetragen hat. Das neue Album hat an Härte und Biss zugelegt, ist sehr Gitarrenorientiert, ohne aber die Trademarks des bisherigen Wirkens von Victor zu vernachlässigen. Die Struktur von „Rush Of Death“ lässt sich grob in zwei Teile aufgliedern: kernige Metalsongs einerseits, ebenso harte aber epischere Stücke mit demselben Sinfonieorchester, mit welchem der Part 1 von „Speak Of The Dead“ von RAGE aufgenommen wurde.

„Rush Of Death“ – The Power Of Metal!

Den Anfang machen „Predator“ und der Titelsong – beide kraftvoll und energiegeladen, melodisch, anspruchsvolles, hartes Riffing, filigrane Leadsoli dickem Bass und wuchtigem Schlagzeugspiel, reduzierte Keyboards, Duetgesänge. Stark und in dieser Form sicherlich unerwartet! Bei aller Power und teilweiser aggressiver Geradlinigkeit sind die Stücke aber nie einfach gehalten, wofür immer wieder eingeschobene Progressiv-Anteile sorgen. Das hat durchaus eine Nähe zu dem, was Victor während seiner Zeit bei RAGE zu „Unity“ und „Soundchaser“-Zeiten machte. Geil ist die Flamenco-Gitarre bei „Like A Machine“. Man könnte am Anfang meinen, dass nun eine Ballade kommt, aber weit gefehlt, Balladen finden sich auf „Rush Of Death“ nicht und das Stück ist richtig heavy, auch wenn die Falmenco-Gitarre in der Mitte wieder einen Auftritt hat. Eine von vielen Überraschungen auf dem Album!

„Rush Of Death“ – Die Dynamik von Metal und Klassik!

Den Mittelteil von „Rush Of Death“ bildet die „Suite Lingua Mortis Part 2“, das direkte Sequel des Metal-Orchester-Albums „Speak Of The Dead“ (2006) von RAGE. Den ersten Teil hatte Victor gemeinsam mit seinem Vater erschaffen, nun verwendetet er dasselbe Orchester aus Minsk und nahm in demselben Studio wie damals auf. Natürlich fühlt man sich gleich an die sinfonischeren Tage von RAGE erinnert. Organisch, dynamisch, bei aller Vielseitigkeit und allem Bombast doch angenehm direkt und heavy, dazu der vielseitige Gesang, beeindruckende Chöre und immer wieder wahnwitzige Gitarrenläufe. Ein guter Kontrast, eingebettet zwischen den härteren, puren Metalsongs.

„Rush Of Death“ – Pedal To The Metal!

Alles in allem ist „Rush Of Death“ ein vielseitiges und für ALMANAC ein überraschend hartes Album geworden. Verglichen mit dem Vorgänger „Kingslayer“ von 2017 klingt das Werk ein wenig sperriger aber dennoch voller sprühender Spielfreude. Stark!

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05.03.2020

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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