Angel Witch - Angel Of Light

Review

Soundcheck November 2019# 4 Galerie mit 6 Bildern: Angel Witch live in Berlin

Legendenalarm! Knapp vier Jahrzehnte ist es her, da erklommen ANGEL WITCH mit ihrem selbstbetitelten Debüt den NWoBHM-Olymp und schufen somit eine zeitlose Platte, die – trotz vernichtender Kritiken – ein ganzes Genre mitbegründete. Auch ein halbes Leben später denken die Briten trotz etlicher Besetzungswechsel und mehrmaliger Bandauflösung nicht an den Ruhestand. Stattdessen gibt es mit „Angel Of Light“ sieben Jahre nach „As Above, So Below“ endlich wieder neues Material. Ob die Genreväter ihr Handwerk noch beherrschen, lest ihr hier!

ANGEL WITCH – Handgemachte Heavyness

Bereits die ersten Takte des stampfenden Openers „Don’t Turn Your Back“ katapultieren den Hörer direkt zurück in die frühen Achtziger und damit in eine Zeit, in der die New Wave of British Heavy Metal die noch vergleichsweise junge Metalszene überrollte. Auch nach vierzig Jahren hat sich im Hause ANGEL WITCH musikalisch nicht viel geändert: Die Londoner servieren nach wie vor bodenständigen, ehrlichen Heavy Metal, der mit krachenden Riffs, fetzigen Solos und melodischer Härte zu überzeugen weiß. Songs wie das brachial-kraftvolle „Death From Andromeda“ oder das teils recht doomig klingende „The Night Is Calling“ dürften besonders Traditionalisten bereits nach dem ersten Hördurchlauf auf Anhieb ans Herz gewachsen sein.

„Condemned“ erweist sich dank seines sägenden Hauptriffs und dem eingängigen Groove als absolutes Albumhighlight. Im Gegensatz dazu bleiben Nummern wie das donnernde „Window Of Despair“ oder der Old-School-Track „I Am Infamy“ leider zu blass. „Angel Of Light“ bietet zwar hochkarätigen Heavy Metal für Genrepuristen, verläuft hier und da jedoch zu unspektakulär, geradlinig und erwartbar. Das macht die Platte zwar keineswegs schlecht, dürfte so manch einen Hörer aber doch nach einer Zeit langweilen. Insgesamt bietet die Platte robusten, tief in den Genreanfängen verwurzelten Metal, der mit nostalgischen Einschüben und guter Produktion punkten kann.

„Angel Of Light“ – Patente NWoBHM-Kost

Einmal mehr gilt: Wo Genreliebhaber größtenteils voll auf ihre Kosten kommen, werden andere lieber zu Altbewährtem greifen. „Angel Of Light“ ist ein gutes Album, das zwar keineswegs an das hervorragende Debüt (und übrigens auch nicht an den eingangs erwähnten Vorgänger) heranreicht, dennoch über weite Strecken gelungene Unterhaltung dank authentischem Nostalgieflair und jeder Menge dicker Riffs bietet. Auch wenn ANGEL WITCHs Legendenstatus jetzt schon unbestritten ist – die Rente kann gern noch ein paar Jahrzehnte warten!

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29.10.2019

"What is this that stands before me?"

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