Astral Sleep - We Are Already Living In The End Of Times

Review

Die kauzigen Finnen von ASTRAL SLEEP sind zurück. Mit ihrem vierten Album „We Are Already Living In The End Of Times“ verlässt das Quartett die astrale Spielwiese, die auf den Vorgänger „Visions“ und insbesondere „Astral Doom Musick“ noch unverkennbar durchschimmerte. Nichtsdestoweniger verkennen die Skandinavier ihre eigenen Wurzeln nicht, arbeiten mit diesen im Jahr 2023 allerdings deutlich subtiler und fokussieren sich verstärkt auf traditionellen Doom Metal mit psychedelischen Einschlägen.

ASTRAL SLEEP landen auf der Erde

„Visions“ war noch stark von der Death-Doom-Vergangenheit von ASTRAL SLEEP geprägt, „Death Doom Musick“ spielte dann exzentrischer mit der bandeigenen Kauzigkeit, insbesondere was Frontmann und Sänger Markus Heinonen angeht, aber auch genrefremde Ausflüge fanden bemerkenswerten Einzug ins Klangbild der Kombo. Auf „We Are Already Living In The End Of Times“ wirken die Finnen geerdeter, auch wenn man hier ebenfalls unüberhörbar und wie der Albumtitel bereits nahelegt, die Apokalypse herbeisingt. Atmosphärisch schlägt sich dies etwa im Titeltrack mit Intro-Charakter oder auch dem düster schwarzen „Invisible Flesh“ nieder.

„The Legacies“ hat dann etwas mehr Dynamik und hier darf sich auch Heinonen wieder einmal etwas austoben und gesanglich, zeitweise auch gerne etwas windschief, die eine oder andere Grenze überschreiten. Am Stärksten sind ASTRAL SLEEP auf ihrem neuen Album schließlich zum Ende hin, wo mit „Status Of The Soul“ das kompletteste Stück auf „We Are Already Living In The End Of Times“ wartet. Hier ziehen sich die zuvor oftmals bedrohlichen Wolken im Sinne einer nicht veränderlichen Konklusion zusammen. Niederschlagend und bedrückend, dabei musikalisch teilweise verträumt, aber mit bestialischer Sogwirkung – ein gekonntes Spiel mit traditionellen Stärken der Band.

Endzeitliche Vibes

Ihr Meisterstück haben ASTRAL SLEEP mit „Visions“ weiterhin hinter sich, doch auf dem vierten Album der Truppe sind, zum Beispiel mit dem Abschluss, Parts enthalten, die mit dessen Qualitäten in Konkurrenz treten können und auf vergleichbarer Ebene agieren. Auch mit etwas weniger ritueller „Magic“ macht der finnische Vierer eine gute Figur und liefert ein phasenweise wirklich endzeitliches Werk ab

11.04.2023

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